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Iran: Fast 80 Prozent der Arbeiter sind Zeit- oder Leiharbeiter

03.11.11 - Mit einem Flugblatt informiert der "Solidaritätsverein mit der Arbeiterbewegung im Iran - NRW" über die Situation im Land:

"Die Weltbanken haben Schuld, weil auf Druck der Weltbanken die Ausweitung des Neoliberalismus auf alle Bereiche besiegelt wurde. Dies war eine Bedingung für die Aufnahme des islamischen Regimes in die Welthandelsbank. Seitdem ist im Iran die Privatisierung aller Wirtschaftsbereiche auf der Tagesordnung.

Die Folge dieser Politik: Massenentlassung von Arbeitern, Umwandlung von festen Arbeitsverträgen in Zeit- und Leiharbeit, uneingeschränkte Einfuhr von Waren, besonders die der Billigware aus China. Durch diesen aufgezwungenen Neoliberalismus sind viele iranische Klein- und mittelständische Betriebe geschlossen worden, da die importierte Ware aus China billiger ist, und sie ist für die Großhändler, die zum allergrößten Teil aus regierungstreuen Mitläufern bestehen, noch profitabler.

Fast 80 Prozent der Arbeiter im Iran sind Zeit- oder Leiharbeiter, d.h. ohne feste Arbeitsstelle, ohne Sozialversicherung, ohne Urlaubsanspruch, haben niedrige Löhne (ca. ein Drittel unterhalb der Armutsgrenze), einfach gesagt, ohne eine gesicherte Zukunft. Gegen die Folgen dieses diktierten Neoliberalismus protestieren die Arbeiter in verschiedenen Formen. Die Gewerkschaftsfunktionäre oder Arbeitervertreter werden entlassen, verhaftet, verfolgt, gefoltert und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt ...

Diese verhafteten Arbeiterfunktionäre und alle anderen politischen Gefangenen leiden unter unmenschlichem und brutalen Druck. Diese Menschen brauchen die Hilfe aller freiheitsliebenden Menschen und Organisationen. ..."

Infos: http://iran-arbeiterbewegung-info.blogspot.com/