Jugend

DGB-Jugend NRW legt "Ausbildungsreport 2011" vor

07.11.11 - Im Rahmen ihres vierten Ausbildungsreports hat die DGB-Jugend NRW knapp 900 Auszubildende in den 25 häufigsten Ausbildungsberufen in Nordrhein-Westfalen nach ihrer Zufriedenheit und der Qualität ihrer Ausbildung befragt.

Als zentrale Frage erweist sich dabei die nach einer unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung, erklärte Anke Unger, Bezirksjugendsekretärin des DGB NRW in ihrer Vorstellung des Reports. "85 Prozent der jungen Frauen und Männer, die sicher wissen, dass sie übernommen werde, geben an, zufrieden mit ihrer Ausbildung zu sein." "Bei vielen Befragten in NRW ist die Unsicherheit so groß, dass sie eine persönliche Lebensplanung als nahezu unmöglich beschreiben." Der überwiegende Teil der Befragten bewerte die Qualität der Ausbildung als positiv. Allerdings wurden auch gravierende Mängel berichtet:

"Immer noch müssten Auszubildende – je nach Beruf und Betriebsgröße in unterschiedlicher Häufigkeit – ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten, Überstunden machen und es fehle zum Teil an ausreichender Betreuung durch Ausbilderinnen und Ausbilder. Zum Beispiel im Hotel- und im Restaurantgewerbe gebe es nach wie vor zu viele schwarze Schafe unter den Ausbildungsbetrieben. Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz seien weiterhin keine Seltenheit. Zudem hätten 10,3 Prozent der befragten Auszubildenden angegeben, schon einmal eine Ausbildung abgebrochen zu haben. Als Grund gäben die jungen Frauen und Männer vorwiegend Konflikte mit den Ausbilderinnen und Ausbildern an."

Der Ausbildungsrepot kann hier gelesen werden