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15.11.11 - Kolumbien: Aus für Hochschulgesetz

Am 10. November demonstrierten in Kolumbien rund 200.000 Studenten trotz Regen und Gewitter gegen die von Staatspräsident Juan Manuel Santos angestrebte Bildungsreform. Sie legten die Hauptstadt Bogotá vollständig lahm, vor allem durch die Blockade der Hauptverkehrsachse Carrera 7. Ermutigt wurden die Studenten durch die seit einem halben Jahr andauernden Jugendproteste in Chile. Seit einem Monat boykottieren die derzeit 550.000 Studenten den Betrieb der 30 staatlichen Hochschulen. Zahlreiche Schulen und Hochschulen sind seit Monaten besetzt. Die Studenten lehnen die Privatisierung des Bildungswesens und die Studiengebühren zwischen 100 Euro und 5.000 Euro je Semester für einige Fächer an bekannten Privathochschulen ab. Angesichts der Jugendrevolte zog der Präsident den Entwurf seines Hochschulgesetzes zurück.