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Brutale Ausbeutung, aber auch mutige Arbeiterkämpfe im Iran

23.11.11 - Nur spärlich sickern Meldungen aus dem Iran über Arbeiterkämpfe durch, die oft mit brutaler Gewalt unterdrückt werden. Vor allem die Arbeiter der kleineren Staatsbetriebe erhalten über Wochen keinen Lohn. Arbeitsunfälle mit Todesfolgen oder schweren Verletzungen gehören zum Alltag der Werktätigen im Iran. Streikführer werden angeklagt und oft zu langen Haftstrafen verurteilt.

Trotzdem reißt die Kette von  Arbeitskämpfen nicht ab, die jedoch unter dem Verbot des gewerkschaftlichen und politischen Zusammenschlusses noch weitgehend isoliert voneinander stattfinden. Die aktuelle Zeitung "Arbeiternachrichten aus dem Iran" berichtet unter anderem folgenden Vorfall: 

"Als am Sonntag den 17. Oktober über 150 Arbeiter der Metall und Stahlwerk in Ahwaz sich zu einem Protestaktion vor dem Rathaus in der Palestina Straße versammelten, wurden sie von den Sicherheitskräften aufgefordert, umgehend ihre Aktion zu beenden und sofort den Platzt zu verlassen. Die Arbeiter weigerten sich und wollten unbedingt ihre Aktion fortsetzen. Nach weiteren verbalen Auseinandersetzungen haben die Sicherheitskräfte der Stadt die Demonstranten gewaltsam angegriffen. Die Teilnehmer dieser Aktion trugen mit sich Transparenten mit dem Schriften: Wir bekommen seit 24 Monaten keinen Lohn, wie soll es mit unseren Familien weitergehen?"