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Ermutigende Aktionen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Ermutigende Aktionen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Fahnenhissaktion in Gelsenkirchen

26.11.11 - "rf-news" hat erste Berichte von Aktionen zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erhalten, aus denen wir im Folgenden Auszüge bringen.

Aus Gelsenkirchen wird berichtet: "Unter dem Motto 'Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen' fand auf Initiative der MLPD eine halbstündige, kämpferische und kulturvolle Aktion mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Eingerahmt von zwei gemeinsam gesungenen Liedern sprachen Vertreterinnen der MLPD, des Frauenverbands Courage, von AUF Gelsenkirchen, der Schülervertretung der Gesamtschule Horst und des Jugendverbands REBELL nachdenklich, kenntnisreich, engagiert und kämpferisch zu vielfältigen Facetten des Themas. ... Gleichzeitig zeigten viele Beispiele, wie die Frauen auf der ganzen Welt dagegen rebellieren, in der ersten Reihe der Kämpfe gegen Diktaturen und für soziale Befreiung stehen und z.B. wie in Ägypten für die 'Revolution in der Revolution' für ihre Befreiung als Frau kämpfen. ... Zum Abschluss der Aktion wurde eine Fahne mit dem Text: 'Frei leben – ohne Gewalt' gehisst, wobei die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hand anlegten. Alle waren sich einig: Wir haben sehr gut 'Flagge gezeigt'!"

Und aus Bremen schreibt eine Korrespondentin: "Mit Wunderkerzen, Laternen und bunten Transparenten wurde in Bremen zum ersten mal der Protest am internationale Tag gegen Gewalt an Frauen auf die Straße getragen. Auf Einladung der Stadtfrauenkonferenz war ein breites Spektrum der Frauenbewegung zusammengekommen. Etwa 80 TeilnehmerInnen beteiligten sich an der Kundgebung in der Nähe des Weihnachtsmarktes, darunter etwa 50 Prozent Migrantinnen und einige Männer. Viele stellten am offenen Mikrophon ihren Schwerpunkt im Kampf gegen die vielfältigen Formen der Gewalt an Frauen vor ... Ein gelungener Start für diesen jährlichen Höhepunkt der kämpferischen Frauenbewegung."

Aus Stuttgart heißt es in einem Bericht: "Diese vielfältige Unterdrückung der Frau, die von den miserablen Arbeitsbedingungen und Löhnen bis zu Ermordung reicht, wurde von verschiedenen Organisationen am Tag der Gewalt gegen Frauen angeprangert. Dabei wurde von mehreren Rednerinnen der Sexismus ebenso aufs Korn genommen wie die internationale Profitmacherei durch Frauenhandel und Prostitution. Die länderübergreifende Solidarität mit den Arbeiterinnen von Triumph in Asien, der Kampf gegen Vergewaltigungen in Kriegen wie in Flüchtlingslagern unter anderem auf Haiti, verschiedene Beiträge von Migrantinnen zeigten, dass die Frauenbewegung international weiter zusammenwächst, was alle Beteiligten ermutigt und trotz frostiger Temperaturen warm ums Herz werden läßt."

Aus Esslingen erreichte uns ebenfalls ein kurzer Bericht: "Am Freitag Abend fand in der Esslinger Fußgängerzone eine vielbeachtete Aktion des Frauenverbands Courage Esslingen/Nürtingen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Mit Straßenbesen ausgerüstet, kehrten 15 couragierten Frauen die weltweite Gewalt gegen Frauen symbolisch in eine Mülltonne. ... Viele der betroffenen Frauen fühlen sich hilflos. Scham und Angst vor Gerede oder weiteren Übergriffen hemmen sie, ihre Rechte einzufordern und Hilfe zu suchen. Gegen dieses Verschweigen richtete sich die öffentliche Aktion, die Mut machen sollte, nicht mehr zu verschweigen: 'Frauen haben ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde und auf körperliche und seelische Unversehrtheit.'"