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Frauen rebellieren weltweit - gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen

Frauen rebellieren weltweit - gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen

24.11.11 - Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, gibt es auf der ganzen Welt Proteste und Aktionen gegen verschiedene Formen der besonderen Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt an Frauen und Mädchen - allein in Deutschland in über 600 Städten. Die erste Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela beschloss, diesen Tag als einen von drei gemeinsamen Kampftagen zu begehen: "Am 25. November, dem Tag der Gewalt an Frauen, bekämpfen wir alle Formen der Gewalt an Frauen! Besonders klagen wir Gewalt als Folge imperialistischer Aggressionen und Kriege gegen die Völker an, in denen Frauen zu Opfern und Kriegstrophäen werden." Auch die "International Women's Alliance" (IWA) ruft Mitgliedsorganisationen, Netzwerke, Zusammenschlüsse und Einzelpersonen zum Protest auf. Mehr und mehr ist er von der kämpferischen Frauenbewegung und international koordinierten Aktivitäten geprägt.

Die Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter - ebenso wie der Widerstand dagegen - weltweit. Immer mehr Menschen auf der Welt lehnen sich gegen die herrschenden kapitalistischen Verhältnisse auf, zu denen untrennbar die Unterdrückung und doppelte Ausbeutung der Masse der Frauen gehört. Dementsprechend stehen Frauen oft in der ersten Reihe der Proteste.

In einer Presseerklärung des Frauenverbands Courage e.V. heißt es zu Geschichte und Bedeutung des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen: "Der 25. November wurde 1981 von den Vereinten Nationen als internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen deklariert. Hintergrund ist die Ermordung der drei Schwestern Maria Teresa, Patria und Minerva Mirabal im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik, die mutig gegen die brutale Unterdrückung des Diktators Trujillo kämpften. Die drei Schwestern wurden 'Mariposas' – Schmetterlinge – genannt und so sind die Schmetterlinge heute das Symbol dieses Tages.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist aktueller denn je und hat viele Gesichter: Beschneidung, Steinigung, Zwangsheirat, Prostitution, Frauenhandel, Massenvergewaltigung als 'Kriegswaffe' ... Auch hier in Deutschland gibt es viele Formen der Gewalt an Frauen und Mädchen: häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, sexistische Anmache und Mobbing, Armut und Niedriglohn, subtile Unterdrückung ... Doch Frauen sind nicht nur 'Opfer' von Gewalt, immer mehr Frauen stehen auf und kämpfen gegen Gewalt und Unterdrückung – für ihre Befreiung. ... Das Motto des Frauenverbands Courage lautet: 'Frauen sind stark – organisiert sind wir stärker!'"

Der Kampf der Frauen bereichert und stärkt die weltweiten Kämpfe gegen Ausbeutung und Unterdrückung und hat eine eigenständige, große Bedeutung: Ohne Befreiung der Frau kann es keine befreiten Gesellschaften geben.

Die MLPD fördert den organisierten internationalen Zusammenschluss der kämpferischen internationalen Frauenbewegung und tritt darin für die sozialistische Perspektive der Befreiung der Frau ein. Für die internationalistische, mit der Arbeiterbewegung verbundene und auf Gesellschaftsveränderung orientierte Richtung im Kampf gegen Gewalt an Frauen steht dieses Jahr die Initiative von Courage und dem Kämpferischem Frauenrat zur Solidarität mit den philippinischen Triumph-Arbeiterinnen. Dazu finden heute und an den folgenden Tagen Solidaritätsveranstaltungen mit der philippinischen Gewerkschafterin Melona R. Daclan statt.

Wir bitten um Berichte und Bilder von den Aktivitäten für "Rote Fahne" und "rf-news". Wir wollen am 26. November erste Berichte auf "rf-news" bringen und weitere natürlich in der "Roten Fahne" der kommenden Woche. Unter dem Titel "Frauen rebellieren weltweit - 25. November: Tag gegen Gewalt an Frauen" berichtet die aktuelle Ausgabe der "Roten Fahne" ausführlich über Hintergründe und Kämpfe international. Sie kann hier bestellt werden.