Umwelt

Polizei will Camp in der Nähe der Castor-Transportstrecke verbieten

22.11.11 - Heute erschien folgende aktuelle Presserklärung der "Campgruppe Hitzacker":

"Mit Unverständnis haben wir wahrgenommen, dass der Landkreis Lüneburg erwägt, das 'Castor-Camp' in Dumstorf zu verbieten. Camps im Rahmen der Castor-Transporte sind Ruhe- und Rückzugsorte für all die Menschen, die sich an Protest und Widerstand beteiligen wollen. (...)

Unser Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Versammlung soll vom Landkreis Lüneburg eingeschränkt werden, weil die Polizeibehörden zur Auflage geben wollen, dass die Camps in einer bestimmten Entfernung von der Transportstrecke und nur in 'einsehbarem' Gelände stattfinden sollen.

Wir nehmen uns jedoch das Recht, genau dort unserem Protest Ausdruck zu verleihen, wo das Unrecht geschieht: an der eigens für die Verschiebung von hoch gefährlichem Atommüll noch aufrecht erhaltenen Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg. Und die führt nun mal auch durch den Wald! Wir werden dieses Grundrecht weiterhin gemeinsam, solidarisch, kreativ und in allen legitimen Aktionsformen wahrnehmen.

Nicht wir sind gefährlich, sondern die Atomindustrie: sie will ihren strahlenden Müll mit dem 44-fachen radioaktiven Inventar der Reaktorkatstrophe von Fukushima völlig ohne 'Entsorgungskonzept' einfach in die wendländische Landschaft stellen. Nicht wir sind gefährlich, sondern eine lobbyistische Politik, die dies nicht nur geschehen lässt, sondern auch aktiv durchsetzt.

Weg mit dem Camp-Verbot!"