Umwelt

"Daimler und Co. gefährden das Weltklima"

01.12.11 - In einer Presseerklärung zum Weltklimatag am 3. Dezember schreibt das Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS):

Immer mehr und größere Autos - Daimler und Co gefährden das Weltklima

Am Vortag des Weltklimatags 2011 versammeln sich am Freitag, 2. Dezember, ab 14.15 Uhr Mitglieder und Freunde des Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) auf dem Platz zwischen Daimler-Konzernzentrale und Mercedes-Museum, um auf den Beitrag des "Global Players" Daimler zum Klimawandel aufmerksam zu machen. (...)

Mit der Aktion vor der Daimler-Konzernzentrale weisen die Klimaschützer vom KUS darauf hin, dass Daimler Fahrzeuge produziert, die Kriterien der Nachhaltigkeit bei weitem nicht genügen. Ärgerlich ist der rasant zunehmende Absatz an spritfressenden Geländewagen...

Der Norm-CO2-Ausstoß eines Mercedes-Neuwagens für den EU-Markt lag 2010 immer noch bei durchschnittlich 158 g pro km. Damit tritt man im Vergleich zum Vorjahr (160 g pro km) praktisch auf der Stelle und liegt immer noch deutlich über der von der Automobilindustrie eingegangenen Selbstverpflichtung, bis 2008 (!) einen CO2-Ausstoß von 140 g pro km zu erreichen. (...)

Traude Heberle-Kik vom KUS: "Das Klima- und Umweltbündnis fordert von Daimler und allen anderen Autokonzernen, rasch auf emissionsfreie Antriebstechnologien umzustellen. Dies dient auch dem langfristigen Interesse der Arbeiter und Kunden am Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Häufige Umweltkatastrophen bei der Erdölförderung, der Feinstaub- und Abgasausstoß bei der Treibstoffverbrennung sowie die knapper und teurer werdenden Erdölvorräte zwingen ebenfalls zu raschem Handeln." (...)

Daimler soll seinem Anspruch gerecht werden, wie er im Nachhaltigkeitsprogramm "2010 – 2020" formuliert ist: "Nachhaltigkeit ist der rote Faden unseres unternehmerischen Handelns". Dieter Bareis: "Genau diese Nachhaltigkeit fordern wir von Daimler und der gesamten Automobilindustrie. Das bedeutet: Null-Emissionsautos auf Basis erneuerbarer Energien, Klimaschutz muss im Mittelpunkt der Fahrzeugentwicklung stehen!"