Umwelt

Heute ist Welt-Aids-Tag - Ende der Epidemie nicht absehbar

Heute ist Welt-Aids-Tag - Ende der Epidemie nicht absehbar

01.12.11 - Vor 30 Jahren wurde HIV/Aids im Mitteilungsblatt des US-amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) zum ersten Mal erwähnt, 1981 wurde in New York der erste Aids-Fall nachgewiesen. Seitdem sind 25 bis 33 Millionen Menschen an Aids gestorben. Der Biologe Prof. Dr. Jakob Segal wies nach, dass das Aids-Virus ein Produkt gentechnologischer militärischer Forschung in den USA ist. Es wurde demnach zuerst an Sträflingen ausprobiert und später vor allem durch das amerikanische Militär um die Welt transportiert, wo es sich besonders in den ärmsten Ländern durch die dort weit verbreitete Prostitution rasend ausbreitete.

In einer Anhörung vor dem US-Kongress hatte der stellvertretende Direktor des US-Verteidigungsministeriums, Dr. Mac Arthur, im Jahr 1970 berichtet über ein angestrebtes Forschungsprogramm an einem künstlichen Erreger, der auf die Zerstörung des menschlichen Immunsystems abgerichtet ist - und wenige Wochen später wurden die Forschungsgelder bewilligt (mehr dazu in: Christoph Klug, "AIDS in Afrika").

Nach einem aktuellen Bericht von UNAIDS (einer Organisation der Vereinten Nationen) lebten 2010 etwa 34 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Dank einer besseren Versorgung mit Medikamenten starben daran 1,8 Millionen Menschen im vergangenen Jahr weltweit, das sind 400.000 weniger als 2006. Im vergangenen Jahrzehnt ist auch die Zahl der Neuinfektionen weltweit um 15 Prozent auf 2,7 Millionen (2010) gesunken. 2009 hatten mehr als fünf Millionen Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu HIV-Medikamenten (fünf Jahre zuvor waren es weniger als eine Million). Und in den Ländern südlich der Sahara wurden laut UNAIDS 20 Prozent mehr HIV-Infizierte behandelt als ein Jahr zuvor.

Dies sind zweifellos wichtige Erfolge im Kampf gegen Aids. Sie wurden gegen die Profitgier und Patentpolitik der internationalen Pharmamonopole erkämpft, die pro Patient jährlich mit ihren Medikamenten 15.000 bis 30.000 Euro verdienen und billige Nachahmer-Präparate boykottieren. Die Erfolge wurden auch erkämpft gegen die Tabuisierung und Leugnung von Aids durch viele Regierungen, gegen die Diskriminierung Infizierter und die brutale Ausgrenzung infizierter Frauen in vielen Staaten. In einer Pressemitteilung vom 10.6.2011 stellte Joachim Rüppel, Sprecher für das Aktionsbündnis gegen Aids aber fest: "Auch nach 30 Jahren sind wir weit davon entfernt, Aids zu besiegen!"

Das UN-Millenniumsziel, bis 2010 universellen Zugang zu Vorbeugung, Therapie und Versorgung zu schaffen, wurde weit verfehlt. Heute kommen immer noch auf jede neu begonnene antiretrovirale Therapie zwei HIV-Neuinfektionen – das sind 7.000 täglich. Hauptsächliche Quelle für die ständige Ausbreitung von HIV/Aids ist die zunehmende Fäulnis des imperialistischen Weltsystems. Sie führt in immer mehr Teilen der Welt zu Arbeitslosigkeit und Massenelend.

Je größer die Armut, um so schwieriger auch die Hygiene, die allgemeine medizinische Aufklärung und Versorgung usw. Vor allem Jugendliche werden entwurzelt. Drogensucht und Prostitution verbreiten sich rasant, und damit auch die Aids-Infektionen. Das trifft zurzeit besonders auf Osteuropa und Zentralasien zu. Nach aktuellen Schätzungen lebten dort im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen HIV-Positive - ein Zuwachs von 250 Prozent seit 2001.

Der Kampf gegen Aids kann nur nachhaltig erfolgreich sein, wenn er sich verbindet mit den Kämpfen gegen die sozialen Wurzeln der Epidemie und sich gegen den Missbrauch der Wissenschaft für die Herstellung biologischer Waffen richtet.