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Kaltblütiger Mord an indischem Revolutionär

Kaltblütiger Mord an indischem Revolutionär
Koteswara Rao ("Kishenji")

30.11.11 - Hunderte Trauergäste gaben am 28. November 2011 dem führenden Mitglied der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten) [CPI(Maoist)], Koteswara Rao ("Kishenji") an dessen Geburtsort Peddapalli in Andrah Pradesh die letzte Ehre. Kishenji war Mitglied des Politbüros und Sprecher des östlichen Regionalbüros der CPI(Maoist) in Westbengalen. Dort war er am 24. November 2011 von Spezialeinheiten der indischen Polizei kaltblütig ermordet worden.

Laut offiziellen Angaben soll er im Wald von Burishol, nahe der Grenze nach Jharkand im Rahmen der Operation "Green Hunt" von Einheiten der CoBRA (Combat Batallion für Resolute Action) sowie der Central Reserve Police Force (CRPF) und der Counter Insurgency Force (CIF) in einem Feuergefecht ("Encounter") getötet worden sein.

Diese offizielle Darstellung widerlegen Angehörige und Freunde des Getöteten. Der bekannte Telugu-Dichter Varavara Rao, der zusammen mit der Nichte von Kishenji den Leichnam gesehen hat, bevor dieser verbrannt wurde, erklärte: "In den letzten 43 Jahren habe ich viele Tote gesehen, aber keinen wie diesen. Der Körper war mit Verletzungen übersät und mit Kugeln durchsiebt. Sie haben ihn 24 Stunden im Gefängnis festgehalten und gefoltert."

In einer Presseerklärung verurteilte das Zentralkomitee der CPI(Maoist) den von der indischen Zentralregierung in Zusammenarbeit mit der Regierung Westbengalens geplanten Mord. Der Hinterhalt und anschließende kaltblütige Mord belegt erneut die Heuchelei der indischen Regierung, die im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem allein herrschenden internationalen Finanzkapital operiert. Erst in den letzten Monaten schlossen Staatsoberhäupter wie Obama, Merkel und Sarkozy neue Wirtschaftsabkommen mit der indischen Regierung.

In einem Solidaritätsschreiben hat das Zentralkomitee der MLPD gegen diese konterrevolutionären Maßnahmen protestiert.