Umwelt

Widerstand gegen "Stuttgart 21" geht weiter

Stuttgart (Korrespondenz), 29.11.11: Viele der 4.000 Teilnehmer an der 101. Montagdemo gegen "Stuttgart 21", der ersten nach der Volksabstimmung am 28. November, meinten neben einiger Enttäuschung über das Ergebnis: "Wir machen weiter!" und "Wir kommen wieder!" Das machte auch der Sprecher des "Stuttgarter Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21", Hannes Rockenbauch, in seiner kämpferischen Rede deutlich.

Auch wenn dieses Mal keine Demonstration stattfand, so blieben viele Teilnehmer noch lang auf der Schillerstraße vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Alles in allem herrschte eine optimistische Stimmung. Die Demonstranten zeigten damit unter anderem auch, was sie von Äußerungen bürgerlicher Politiker halten, sie seien "undemokratisch", wenn sie nach der Volksabstimmung weiter demonstrieren.

Schon am Montagmorgen waren rund 150 Blockierer dem Aufruf gefolgt, die weiteren Bauarbeiten am Grundwassermanagement für "Stuttgart 21" zu stören. Das gelang dann auch bis in den späten Vormittag. An der Mahnwache gab es aber auch ein gewachsenes Bedürfnis nach der Klärung grundsätzlicher Fragen wie etwa: Wessen Staat ist das, in dem wir leben? Trotz unterschiedlicher Auffassungen fand der Begriff "Diktatur des Finanzkapitals" viel Zustimmung.

Sowohl bei der 101. Montagdemo als auch an der Mahnwache kam immer wieder die Frage: "Wie geht's weiter mit dem Widerstand gegen 'Stuttgart 21'?" Das soll unter anderem bei einem öffentlichen Treffen am 4. Dezember im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses beraten werden, zu dem das "Stuttgarter Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21" einlädt.