Umwelt

Umweltdebatte in Pariser Klassenzimmer

Paris (Korrespondenz), 02.12.11: Aus Anlass des 3. Dezember, Tag des Kampfs zum Erhalt der natürlichen Umwelt, sprachen wir im Biologieunterricht über die Wichtigkeit der Frage: Verminderung der Ozonschicht, die Abholzung der Tropenwälder, Klimaerwärmung, Abfallberge und Artensterben – die Schüler zählten zahlreiche Probleme auf.

Die Natur funktioniert mit Stoffkreisläufen und Nahrungsketten – das lernt heute jedes Schulkind und so ist den Schülern wohl bewusst, dass die Lebensgrundlage der Menschen bedroht ist. Was tun? An Vorschlägen fehlt es nicht: Abfälle recyeln, erneuerbare Ernergien einführen, mehr öffentliche Transportmittel benutzen und die Autos stehen lassen. Eine Frage ist, ob wir selbst alle schuld sind. Eine Schülerin sagt: "Wir atmen ja selbst das Klimagas CO2 aus!"

Deshalb braucht man aber kein schlechtes Gewissen zu haben. Es geht nicht um das CO2 an sich, sondern um ein richtiges Gleichgewicht von Produktion und Verbrauch. Tun die verantwortlichen Politiker genug? Einhellige Meinung: NEIN! Einige Schüler meinen, sie tun "ein bisschen" für die Umwelt. Andere: Die Politiker kümmern sich vor allem um ihren Geldbeutel. Auch Griechenland kommt ins Spiel: Geld ist in Milliarden da. Warum fließt es nicht in Neuerungen in der Umwelt?

Abends kommt in den Nachrichten die Meldung, dass die UNO-Klimatagung begonnen hat: In Frankreich gab es dieses Jahr den heißesten Novembermonat seit Beginn des 20. Jahrhunderts mit bis zu 30°C in der Bretagne! Die Umweltfrage muss in den Schulen weiter Thema sein!