International

Morgen europaweiter Aktionstag der ArcelorMittal-Stahlarbeiter

06.12.11 - Im Aufruf des Europäischen Metallgewerkschaftsbund dazu heißt es unter anderem:

"Die europäischen Gewerkschaften, unter der Schirmherrschaft des Europäischen Metallgewerkschaftsbund (EMB), fordern gemeinsam die Beschäftigten von ArcelorMittal und dessen Zulieferunternehmen zu einer solidarischen Mobilisierung auf europäischer Ebene auf, um sich gegen die Werksschließungen, Umstrukturierungspläne und Arbeitsplatzverluste zu wehren, die letztlich das Fortbestehen des größten europäischen Stahlerzeugers bedrohen."

Weltweit fährt ArcelorMittal gegenwärtig Hochöfen herunter und schließt zeitweise Stahlwerke. Hintergrund ist nach Angaben des Konzerns ein Rückgang der Nachfrage bei einigen Stahlsorten um bis zu 25 Prozent unter das Vorkrisenniveau von 2007 (z.B. Langstahl). In Europa sind unter anderem in Deutschland (Eisenhüttenstadt), Belgien, Luxemburg, Frankreich und Spanien Hochöfen und Walzwerke "eingemottet".

"In Europa können diese Überkapazitäten nicht kurzfristig abgebaut werden. Daher auch die Entscheidung, mehrere Anlagen vorübergehend zu schließen", macht der luxemburgische Generaldirektor Michel Wurth die Furcht vor der Kampfkraft der Stahlarbeiter deutlich.

In Luxemburg wird der Aktionstag mit einem 24-stündigen Warnstreik in allen Stahl- und Zuliefererwerken begangen. In der Stahlstadt Duisburg ruft die Vertrauenskörperleitung der ArcelorMittal Ruhrort GmbH am 7. Dezember zu einer mehrstündigen Protest- und Solidaritätskundgebung um 12 Uhr 30 auf dem Werksgelände an der Vohwinkelstr. 107 (Klugehalle) in Duisburg-Ruhrort/Meiderich auf.