International

Hafenarbeiter weltweit zeigen ihre Stärke gegen Unternehmerwillkür in Neuseeland

15.12.11 - Gewerkschaften in aller Welt haben den neuseeländischen Hafenbeschäftigten in einem Konflikt um den Erhalt ihrer hart erkämpften Beschäftigungsbedingungen ihre Solidarität erklärt. Mit einem ersten Erfolg!

Am 30. September 2011 lief ein Dreijahresvertrag zwischen der Gewerkschaft "Maritime Union of New Zealand" (MUNZ)  und der Hafengesellschaft "Port of Auckland Limited" (POAL) aus. Das Unternehmen weigert sich aber, in Verhandlungen mit der Gewerkschaft zu treten. Stattdessen hat es sogar überraschend und provokativ die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten im Hafen von Auckland ohne vorherige Warnung ausgesperrt. 

Darauf hat die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ihre Solidarität erklärt und weltweit ihre Mitgliedsorganisationen, nämlich 779 Gewerkschaften in 155 Ländern, informiert. Diese vertreten zusammen  4,6 Millionen Beschäftigte im Bereich Transport und Verkehr. Der Sekretär der ITF-Sektion Häfen Frank Leys erklärte in einer Stellungnahme: "Wenn die Situation nicht geklärt wird, werden wir uns neue Schritte überlegen."

Jüngsten Medienberichten zufolge hat das Unternehmen inzwischen die Verhängung der Aussperrung zurückgezogen.