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Neues US-Militärkrankenhaus in Rheinland-Pfalz geplant

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 14.12.11: Für 1,2 Milliarden US-Dollar will die US-Armee in Weilerbach in der Nähe von Ramstein ein Krankenhaus neu errichten. Mit fast 3.000 Beschäftigten und 120 Betten soll es das größte Militär-Lazarett außerhalb der USA werden und das bisherige Medical Center ersetzen, wo seit 2004 mehr als 60.000 verletzte Soldaten aus dem Irak- und Afghanistan-Krieg versorgt wurden. Der deutsche Finanzierungsanteil liegt bei 127 Millionen Euro - obwohl die Bundesregierung in die Entscheidungsprozesse nicht einmal eingebunden war ("Ärztezeitung", 14.12.11).

Das zeigt, dass die US-Regierung, aber auch die deutsche Regierung sich darauf einstellen, Angriffskriege in aller Welt noch auszuweiten, um damit die imperialistische Weltordnung aufrechtzuerhalten. Militärbasen und Kommandozentralen sind auf deutschem Territorium besonders konzentriert. Grundlage dafür ist der "Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der BRD" von 1954, der von Helmut Kohl 1990 auch für das wiedervereinigte Deutschland verlängert wurde.