Kultur

Ein sehenswerter Film - nicht nur für Frauen

Herne (Korrespondenz), 21.12.12: In verschiedenen Kinos läuft zur Zeit der US-amerikanische Spielfilm "The Help". Er handelt von Skeeter, einer jungen Frau, die in der Kleinstadt Jackson in Mississippi 1960 den Entschluss fasst, afroamerikanische Frauen zu interviewen, die als Hausmädchen für weiße Frauen und deren Kinder sorgen. Das ist nicht nur verpönt, sondern verstieß auch gegen die damals in den USA noch herrschende rassistische Gesetzgebung. In der "wikipedia"-Filmbeschreibung heißt es dazu:

"Dabei werden Skeeters Freundschaften aus Kindheitstagen auf eine harte Probe gestellt und auch die schwarze Gemeinde steht dem Projekt zunächst skeptisch gegenüber. Doch nach einem folgenschweren Vorfall sind immer mehr Hausmädchen bereit, Skeeter ihre tragischen bis witzigen Lebensgeschichten zu erzählen. Das Buch wird schließlich publiziert und wird ein großer Erfolg – sehr zur Freude Skeeters und der Hausmädchen. Skeeter teilt ihren Ruhm mit allen, die mit ihren Geschichten zum Erfolg beigetragen haben und bekommt ein Angebot, in einem Verlagshaus in New York zu arbeiten." (mehr dazu)

In einer Filmkritik auf "spiegel.de" wird dazu angemerkt: "Der Kampf um volle Bürgerrechte in den Südstaaten ist letztlich kaum mehr als Teil der historischen Ausstattung ... Wenn Skeeter am Ende etwas gelernt haben dürfte, dann dass ein liberaler Antirassismus, so lange er keine Konsequenzen fordert, sogar der Karriere zuträglich sein kann. Seit dem Erfolg der Verfilmung bewirbt der Buchverlag Penguin 'The Help' in Nordamerika mit den Worten 'Change begins with a whisper', Wandel beginnt mit einem Geflüster. Hätte sich die Bürgerrechtsbewegung auf Unterstützer wie Skeeter verlassen, wäre es vielleicht dabei geblieben: beim Geflüster."

Dennoch ein sehenswerter Film für alle, die sich mit dem Thema "Gerechtigkeit" beschäftigen.