Betrieb und Gewerkschaft

"Soziale Fahrdienste" zu Niedriglöhnen

Schweinfurt (Korrespondenz), 10.08.12: Jahrelang wurden die sozialen Fahrdienste für Behinderte in Schweinfurt regional auf die sogenannten "sozialen Dienstleister" aufgeteilt. Aber ab September dieses Jahres werden die Malteser den Fahrdienst des ASB (Arbeiter-Samariter-Bundes) übernehmen. Vermehrt werden hier in Schweinfurt diese Stellen mit 400€- Kräften von den Hartz IV-"Aufstockern" übernommen. So wurde im Juli zwölf Kräften, alle ALG II-Bezieher, ein neuer Arbeitsvertrag ab September in den Räumen der Malteser angeboten. 

Bedingungen:
1. Den Stundenlohn von 8 Euro pro Stunde können die Malteser nicht übernehmen, es gibt in Zukunft nur noch 7,50 Euro auf 400-Euro-Job-Basis.
2. Die Fahrzeuge müssen zuhause geparkt werden.
3. Die erste Fahrt am Tag zum Kunden zählt nicht zur Arbeitszeit.
4. Das Fahrzeug darf nicht für private Fahrten genutzt werden.

Sieben Kollegen nahmen diese Bedingungen an. Der Höhepunkt war noch, dass diesen Arbeitsvertrag nur katholische Arbeitnehmer erhalten könnten, das hieße, dass aus der Kirche Ausgetretene wieder eintreten müssten und somit die Kirche wieder Steuergelder erhielte.