Kultur

Zehntes Waldfest in Truckenthal - ein schönes Jubiläum

Zehntes Waldfest in Truckenthal - ein schönes Jubiläum
Vollbesetzte Waldbühne (rf-foto)

Truckenthal (Korrespondenz), 06.08.12: Blauer Himmel und Sonnenschein, das Wetter war super zum zehnten großen Waldfest. Ein vielfältiges Programm erwartete die Besucher in Truckenthal bei Schalkau in der Ferienanlage "Im Waldgrund". Zu Eröffnung traten zwei Mädchen-Tanzgruppen aus Schalkau auf. Danach begeisterten Marinas tanzende Hunde die Zuschauer.

Das Fußballturnier um den antifaschistischen Wanderpokal war etwas Neues. Aus Syrien, Aserbeidschan, Afghanistan und der Türkei kamen neben Deutschland die Fußballer. Internationalismus war dabei Trumpf. Abkühlung gab es beim Neptunfest, es wurde veranstaltet vom Sommercamp des REBELL. Eine Rutschpartie mit Autoreifen auf einer eingeseiften Plastikfolie war nur eine der Aufgaben. Zur Bundestagswahl und den dazu geplanten Aktivitäten der MLPD gab es eine Gesprächsrunde mit den Landesvorsitzenden aus Bayern, Klaus Dumberger, und aus dem Landesverband Elbe-Saale, Günter Slave.

80 Besucher verfolgten die Umweltdiskussion. Das Podium war besetzt mit Dr. Margit Heinz (BI gegen 380 KV-Trasse aus Schalkau), den Professoren Christian Joos und Josef Lutz, Dagmar Kolkmann-Lutz als Sprecherin der MLPD Elbe-Saale, Michael Hoffmeier von den Grünen und Sarah vom Jugendverband REBELL. Ein Ergebnis war, dass das Projekt einer Umweltgewerkschaft unterstützt werden muss. Am Infostand von Courage gab es eine Ausstellung zur Weltfrauenkonferenz in Venezuela. Auf die Kinder wartete ein Streichelzoo. Samojeden-Schlittenhunde zogen einen Hundewagen über den Platz. Am Mittelalter-Stand konnte man Hufeisen werfen. Ein Wanderer aus Eisfeld: "Das Programm ist toll. Ich bin begeistert."

Besucher aus Schalkau meinten: "Man sieht von Jahr zu Jahr einen Fortschritt in der Anlage. Ihr baut da wirklich was auf." Der selbstlose Einsatz vieler macht das möglich. Das fällt auch der Zeitung "Freies Wort" auf, die immerhin zugibt, dass die Anlage wieder in einem "passablen Zustand" ist und gerne genutzt wird. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb warnt "Freies Wort" vor einem "Sommercamp mit extremer Richtung" unter Verweis auf den Verfassungsschutz.

Genau solche Attacken waren ein Thema bei der am Vorabend durchgeführten Veranstaltung zum "Schreckgespenst Antikommunismus" mit Stefan Engel, dem Vorsitzenden der MLPD, mit rund 80 Teilnehmern. Er begrüßte die Initiative des Jugendverbands "Gib Antikommunismus keine Chance!" und machte anhand eigener Erfahrungen deutlich, dass man mit dem Antikommunismus nur in der Offensive fertig wird, statt vor ihm zurück zu weichen. Die Klage der MLPD gegen führende Meinungsmacher des Verfassungsschutzes ordnete er ein in die ganze Geschichte des Antikommunismus, der als Reaktion der Herrschenden auf den Kommunismus und die revolutionäre Arbeiterbewegung entstanden ist. Seine Schwäche zeigt sich z.B. daran, dass 99 Prozent der antikommunistischen Stalin-Biographen mehr oder weniger voneinander abschreiben und als deren Quelle ein vom US-Geheimdienst manipuliertes Werk übrig bleibt. Vom Nimbus des scheinbar "erdrückenden" Antikommunismus blieb nach dieser Veranstaltung auf jeden Fall nichts übrig.

Am Samstag stellte Stefan Engel auf der Waldbühne den Vorschlag vor, diese weiter auszubauen und die Anlage als einen Eventplatz für die Jugend zu nützen. Nach dem Zirkus Rebellini und dem Rapper Delo aus den Niederlanden zusammen mit Believe vom REBELL folgten weitere Band-Auftritte und eine Jugend-Disco. Das Tanzen ging bis in die frühen Morgenstunden. Na dann, bis zum nächsten Mal!