Politik

Demonstration zu "20 Jahre Rostocker Pogrom"

18.08.12 - Dazu heißt es in einem Aufruf der MLPD-Landesleitung Nord-Ost:

Rostock-Lichtenhagen: Vor 20 Jahren gingen Bilder um die Welt von pogromartigen Angriffen auf Asylbewerber und Wohnungen vietnamesischer Arbeiter im Sonnenblumenhaus. Rostocker Menschen protestierten gegen die unmenschlichen Zustände in der völlig überfüllten Asylstelle. Neofaschisten aus ganz Deutschland missbrauchten diesen Protest für eine mörderische Jagd auf ausländische Kollegen und Asylbewerber. Keine Polizei und Feuerwehr verhinderte diese kriminelle Jagd der Neofaschisten. Im Gegenteil: Die Kohl-Regierung provozierte und duldete diese Angriffe, war doch der angebliche Volkszorn der Lichtenhagener Bewohner die Begleitmusik in den Medien für die faktische Abschaffung des Asylrechtes in Deutschland.

Und als Antifaschisten gegen diese Pogrome demonstrierten, wurde der gesamte Staatsapparat gegen sie aufgefahren. Noch während der Angriffe stimmte die SPD der fast vollständigen Aushöhlung des Asylrechtes zu. Noch heute wird versucht, in der offiziellen Darstellung der Ereignisse den Lichtenhagenern mit ihrer berechtigten Kritik an den unmenschlichen Verhältnissen die Verantwortung für die Ausschreitungen in die Schuhe zu schieben. Die Landesleitung Nord-Ost der MLPD ruft auf, sich anlässlich des 20. Jahrestages der Ereignisse an einer Demonstration zu beteiligen, die von der VVN/BdA initiiert wurde gegen Neofaschismus, Rassismus und für das Menschenrecht auf Asyl.

Keine der damals beteiligten neofaschistischen Gruppen ist verboten worden. Deshalb: Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!

"Verfassungsschutz" und Staatsorgane vertuschen das Ineinandergreifen staatlicher Politik des Abbaus demokratischer Rechte und Freiheiten sowie faschistischer Gewalt mit dem Kern des Antikommunismus, wie jetzt auch bei den NSU-Morden. Deshalb: Auflösung des Inlandsgeheimdienstes "Verfassungsschutz"!

Gerade heute steht im Kampf gegen die Wirkungen der kapitalistischen Krise der enge internationale Schulterschluss und die gegenseitige Unterstützung und Revolutionierung der Volks- und Arbeiterkämpfe an. Deshalb: Gegen die Spaltung in einzelne Nationen: Internationale Arbeitereinheit! Beteiligen wir uns an der Organisierung der internationalen Solidarität! Unterstützt die ICOR als internationalen Zusammenschluss revolutionärer Parteien und Organisationen!

Die Demo beginnt am 25. August um 14 Uhr am S-Bahnhof Lütten-Klein.