International

Solidaritätserklärung des REBELL mit den südafrikanischen Bergleuten und der russischen Band "Pussy Riot"

19.08.12 - Der Jugendverband REBELL hat folgende Solidaritätserklärungen  veröffentlicht und ruft dazu auf, zur Organisierung der Solidarität zu den Montagsdemos zu kommen:

Internationale Solidarität mit den südafrikanischen Bergleuten und der russischen Band "Pussy Riot" organisieren! Kommt zur Montagsdemo!

Südafrika
Der REBELL verurteilt das Massaker an den Bergarbeitern in Rustenburg, Südafrika. Über 30 Arbeiter wurden von der Polizei erschossen. Wir stehen voll solidarisch hinter den streikenden Arbeitern, die für einen höheren Lohn kämpfen. Die internationalen Monopole, aber auch die kapitalistischen Regierungen, enthüllen in dieser Situation ihr arbeiterfeindliches Gesicht. Berechtigt empörte sich der südafrikanische Gewerkschaftsvorsitzende darüber, dass unter einer Regierung des ANC derartige Massaker an Arbeitern stattfinden, wie sie es noch aus der Zeit der Apartheid kennen. Wir rufen den südafrikanischen Arbeitern zu: Ihr seid nicht allein, ihr habt unsere volle Solidarität! Wir hoffen, junge Arbeiter aus Südafrika auf der internationalen Bergarbeiterkonferenz in Peru 2013 zu treffen und laden insbesondere junge Bergleute aus Deutschland dazu ein, diese mit vorzubereiten und teilzunehmen. Kommt zur Montagsdemo in eurer Stadt und solidarisiert euch!

Für die Freilassung der Band "Pussy Riot"!
Gestern wurden die drei Sängerinnen der russischen Punk-Band Pussy Riot zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Sie wurden wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" schuldig gesprochen. Das ist ein Skandal! Die Religion dient hier nur als Deckmantel für ein politisches Urteil. Sicherlich muss man kritisieren, dass die jungen Frauen (23, 24 und 29 Jahre alt) mit ihrem "Punkgebet" in einer russisch-orthodoxen Kirchen die religiösen Gefühle der dort Anwesenden verletzt haben. Eine Verurteilung zu einer Lagerhaft von zwei Jahren ist aber nicht einfach "unverhältnismäßig hart", wie Bundeskanzlerin Merkel jetzt scheinbar kritisiert. Die Band "Pussy Riot" richtet sich völlig berechtigt gegen den Wiedereinzug Putins in den Kreml und gegen die reaktionäre Rolle der Führer der russisch-orthodoxen Kirche. So sangen sie: "Das Gespenst der Freiheit im Himmel, Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschicht. … Kirchlicher Lobgesang für die verfaulten Führer … Der Gürtel der Seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen – die Jungfrau Maria ist bei den Protesten mit uns! Vertreibe Putin!“ Das Urteil ist Teil der Verschärfung der Unterdrückung und einer weiteren Faschisierung des Staatsapparats in Russland und steht in einer Reihe mit zahlreichen Verhaftungen Oppositioneller, Verboten von Demonstrationen usw. Auf der ganzen Welt protestierten bereits Tausende, teils mit Masken wie die Band selbst, gegen dieses Urteil.
Der Jugendverband REBELL ruft auf: Kommt am 20. August zu den Montagsdemonstrationen in eurer Stadt, am besten mit den charakteristischen Masken, um den Protest gegen das Urteil zu "Pussy Riot" auf die Straße zu tragen. Für den Erhalt und Ausbau demokratischer Rechte und Freiheiten - weltweit! Rebellion ist gerechtfertigt! Hoch die internationale Solidarität! Organisier dich im REBELL!