Politik

Montagsdemos erklären sich solidarisch mit Marikana-Bergleuten

21.08.12 - Auf vielen der gestrigen Montagsdemonstrationen wurden Protest- und Solidaritätsresolutionen gegen die Polizeimorde an 34 Bergarbeitern der Marikana-Mine (siehe "rf-news" vom 19.8.12) verabschiedet.

In der Erklärung der Montagsdemo Herne heißt es: "Wir fordern lückenlose Aufklärung und Bestrafung der Verantwortlichen. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich im Sinne der Beachtung der Menschenrechte gegenüber der Republik Südafrika zu engagieren. Wir werden jede Woche bei unseren Kundgebungen öffentlich über den weiteren Verlauf informieren. Wir leben selbst in der größten Bergbauregion Deutschlands. Wir erklären: Unsere Solidarität gehört den Kämpfen der Bergarbeiter der Welt. ..."

Die Montagsdemo Gelsenkirchen schreibt unter anderem: "In Südafrika selbst, aber auch weltweit löste das verbrecherische Vorgehen der Polizei Empörung und Protestaktionen aus, sogar südafrikanische Polizisten distanzierten sich entschieden von einem Vorgehen, das an die finsteren Zeiten der Apartheid erinnert. In Schweigen hüllen sich dagegen die Bundesregierung und Sie, Frau Merkel, die sich doch in anderen Situationen so gerne als 'Wahrerin von Menschenrechten' brüstet. ... Im März 2013 wird in Peru eine internationale Bergarbeiterkonferenz vorbereitet, um enger zusammenzuarbeiten und die notwendigen Kämpfe noch besser zu koordinieren. ..."

Und in Essen wurde beschlossen: "Mit Entsetzen und großer Empörung haben wir heute auf der Montagsdemonstration von der brutalen Ermordung von 34 streikenden Kumpels und zahlreichen Verletzten durch Sicherheitskräfte der südafrikanischen Regierung gehört. ... Wir sind voller Wut über die Verhaftung eines Streikführers und die Rechtfertigung der Regierung, Euch für das Massaker verantwortlich zu machen und Euren Kampf zum 'Notstand' zu erklären. Wir erklären: Euer Kampf ist unser Kampf! ... Hoch die internationale Solidarität!"