International

Weitere Solidaritätserklärungen für die südafrikanischen Bergarbeiter

22.08.12 - Auch von den Montagsdemos in Wuppertal, Duisburg und Karlsruhe gingen inzwischen Solidaritätsresolutionen bei "rf-news" ein. In der Erklärung aus Wuppertal heißt es:

"Wir sind tief empört über das Massaker, das am vergangenen Donnerstag an den streikenden Bergarbeitern der Marikana-Platinmine in Rustenburg/Südafrika verübt wurde! ... Es ist eine Lüge, dass die Polizei aus Notwehr gehandelt habe: Das anerkannte südafrikanische 'Institute of Race Relations' verurteilt das Vorgehen der Polizei und schreibt, dass es 'klar erwiesen ist, dass die Polizei wahllos in die Menge schoss und das Feuer fortsetzte, nachdem bereits eine Anzahl von Körpern auf dem Boden lag und die anderen weg rannten'."

Die Duisburger Montagsdemo schreibt unter anderem: "Wir verurteilen das abscheuliche Massaker an streikenden Bergarbeitern der Marikana-Platinmine bei Rustenberg, Südafrika und erklären unsere Solidarität mit den Kumpels. ... Kämpferische Bergleute fordern eine unabhängige Untersuchung durch eine gemeinsame Kommission, die sich aus Vertretern beider Gewerkschaften und des Streikkomitees zusammensetzt, um die Verantwortlichen für das Massaker zur Rechenschaft zu ziehen. Das unterstützen wir vollständig."

Und die Montagsdemo Karlsruhe versichert den südafrikanischen Arbeitern: "Ihr seid nicht allein, ihr habt unsere volle Solidarität! Wir werden eine Öffentlichkeit herstellen gegen dieses Massaker."

In einer Erklärung des kämpferischen philippischen Gewerkschafts-Dachverbands KMU (Kilusang Mayo Uno) heißt es: "Kilusang Mayo Uno verurteilt aufs Schärfste das Massaker an den streikenden Arbeitern der Lonmin-Platinmine, bei dem 34 Menschen getötet und 70 weitere verwundet wurden. ... Die philippinischen Arbeiter kennen solche Massaker an Streikenden. Wir fordern immer noch Gerechtigkeit angesichts des Massakers vom 16. November 2004 an streikenden Landarbeitern der Hacienda Luisita, einer Zuckerplantage, die der Familie des gegenwärtigen philippischen Präsidenten und Verfechters imperialistischer Bergbau-Interessen, Benigno 'Noynoy' Aquino III, gehört. ... Wir fordern die Arbeiter und Volksmassen auf der Welt auf, den Kampf gegen die multinationalen Konzerne, gerade auch im Bergbau, zu verstärken."

Hier noch mal verschiedene Adressen für Protesterklärungen:
- Lonmin Plc, 4 Grosvenor Place, London SW1X 7YL, Fax: +44 (0)20-72016100, Email: contact@lonmin.com
- Präsident von Südafrika, Jacob Zuma: Fax: +27123238246, E-mail: macmaharaj@mweb.co.za
- Südafrikanische Botschaft, Tiergartenstr. 18, 10785 Berlin Fax: +49-30-22073-190, spillera@dirco.gov.za
- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Dorotheenstraße 84, 10117 Berlin, Telefon: 030-18272-0, Fax: 030-1810272-0, internetpost@bpa.bund.de