International

Besuch bei einem Opelaner in Gliwice

Gliwice (Korrespondenz), 30.08.12: Unseren Urlaub verbringen wir zur Zeit in Polen. Gleich am zweiten Tag waren wir bei einem Kollegen von Opel Gliwice eingeladen, den wir beim Automobilarbeiterratschlag in München kennen gelernt hatten. Nach einem köstlichen Mittagessen kamen wir auf die Situation bei Opel zu sprechen. Wir berichteten vom Kampfprogramm der Kollegen bei Opel in Bochum, von der geplanten Kurzarbeit in Rüsselsheim und Kaiserslautern und dass viele Kollegen es nicht hinnehmen wollen, durch die Kurzarbeit Lohneinbußen akzeptieren zu müssen. 

Er berichtete uns, dass auch in Gliwice zum Jahresende Kurzarbeit geplant sei, entweder zwei Wochen am Stück oder auf entsprechend viele Freitage verteilt. Im nächsten Jahr soll die Zeit dann durch Samstags- und Sonntagsschichten wieder reingeholt werden. Die Geschäftsleitung in Gliwice jammert vor allem über fehlendes Geld. So werden Überstunden nicht mehr ausbezahlt, sondern können nur noch abgefeiert werden.

Die vorgesehene 150-Jahr-Feier zum Bestehen von Opel wurde (angeblich mangels Geld) abgesagt und es fehle wohl Geld auch für Zulieferteile. Aber sie können uns viel erzählen. Wichtig ist, dass die Opel-Kollegen Schritt für Schritt ihre internationale Zusammenarbeit festigen. Die Zeit verging viel zu schnell an diesem schönen Sonntag Nachmittag ...