Politik

Stuttgart: Am Antikriegstag die große Kraft der internationalen Solidarität zum Ausdruck gebracht

Stuttgart (Korrespondenz), 02.09.12: Das Stuttgarter Bündnis zum Antikriegstag, an dem auch die MLPD als Mitglied der revolutionären Weltorganisation ICOR und ihre Jugendorganisation REBELL sich beteiligten, führte am 1. September 2012 ab 15.00 Uhr eine Kundgebung in der Innenstadt durch. Gegen eine Unterschätzung der Kriegsgefahr wurde von mehreren Redner deutlich gefordert "Nato - Hände weg von Syrien und Iran".

Der jahrzehntelange mutige und ermutigende Befreiungskampf des palästinenischen und des kurdischen Volkes wurde gewürdigt. Auch die offene oder verdeckte Beteiligung des deutschen Imperialismus in viele imperialistische Kriege wurde ins Visier genommen, ebenso die die Pläne für den Einsatz der Bundeswehr nach innen.

Ein weithin sichtbares Transparent "Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland" machte dies deutlich. Die Frauen vom Frauenverband Courage brachten zum Ausdruck, dass die kämpferische Frauenbewegung auf jeden Fall auf den Antikriegstag gehört.

Die große Kraft der internationalen Solidarität wurde eindrucksvoll und sehr berührend deutlich an einer verlesenen Solidaritätsadresse für die streikenden Bergarbeiter in Südafrika. Sie kam von politischen Gefangenen aus dem seit Zeiten des Schah berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran.

Für das gemeinsame Manifest zur Stilllegung aller Atomkraftwerke und -anlagen wurden mehr als 60 Unterschriften gesammelt. Neue Interessenten zum in zwei Wochen in Ludwigsburg stattfindenden 10. Frauenpolitischen Ratschlag und den dortigen Songcontest wurden gewonnen. Ganz zum internationalen Charakter des Antikriegstag passend kamen welche davon aus Chile, Venezuela und dem Iran. Nach der Kundgebung marschierten 60 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gemeinsam zur Antikriegstag-Kundgebung des DGB beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus vor dem alten Schloss in Stuttgart.