Politik

Buchtipp zu einen Krimi über den Geheimdienst "Verfassungsschutz"

Essen (Korrespondenz) 24.09.12: Für Michael Preute, der unter dem Pseudonym Jacques Berndorf Eifel- und Agentenkrimis schreibt, war es schon vor vielen Jahren keine Frage, dass sich Leute vom Inlandsgeheimdienst "Verfassungsschutz" an Mordtaten beteiligen könnten. In seinem 1990 erstmals erschienenen Eifel-Krimi "Requiem für einen Henker, der zu großen Teilen auch in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn spielt, geht es um ein Kommando, das "Staatsfeinde" eliminiert und schon 16 von ihnen auf dem nicht vorhandenen Gewissen hat. Selbst den Leiter der Bonner Mordkommission erschießen sie.

Nachdem inzwischen Verstrickungen des sogenannten "Verfassungsschutzes" und anderer Geheimdienste wie des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) zur faschistischen Szene und der Mördergruppe "NSU" bekannt wurden, ist dieses Szenario keineswegs absurd. 

Preute/Berndorf hat einen spannenden Krimi geschrieben. Dass er sehr genau recherchiert, kann ich als gebürtiger Bonner bestätigen. Selbst das Gebiet um das Altenheim, in dem meine Mutter mehrere Jahre lebte, ist genau dargestellt. Ein empfehlenswerter Krimi, durchaus nicht so weit weg von der Realität.

 

Jaques Berndorf
Requiem für einen Henker
320 Seiten
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-19346-2
Preis: 7,99 €
(Das Buch kann auch bei people-to-people bestellt werden)