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Protestmarsch von Asylbewerbern: "Das internationale Finanzkapital knebelt uns alle"

Bielefeld (Korrespondenz), 28.09.12: "Um Freiheit zu erringen, darf sich der Mensch nicht in der Schlange anstellen, sondern muss diese durchbrechen" - unter diesem Motto dieses Ausspruchs von Che Guevara findet seit dem 8. September ein Protestmarsch von Asylbewerbern in Deutschland statt. Organisiert teils per Fußmarsch, teils per Busprotest. Ausgangspunkt war Würzburg, Ankunft ist Anfang Oktober in Berlin.

Asylsuchende in Deutschland leben meistens abgeschottet vom Rest der Gesellschaft unter menschenunwürdigen Bedingungen in Heimen bzw. Lagern. Der Fuß- und Busprotest soll diese Isolation durchbrechen. Am 20. und 21. September war Busstopp in Bielefeld. Am 21. September gab es eine Kundgebung am Kronenplatz in Bielefeld mit ca. 120 Teilnehmern. Die MLPD Ostwestfalen unterstütze den Protest mit kostenlosem Verleih des "offenen Mikrofons".

Ein Asylbewerber sagte am "offenen Mikrofon": "Was wir eigentlich brauchen, ist eine Revolution - unsere Gegner sind auch eure Gegner, wenn es um 'Stuttgart 21' oder die Atomkatastrophe in Fukushima geht - das internationale Finanzkapital knebelt uns alle."

Näheres (welche Städte noch angefahren bzw. per Fuß erreicht werden) ist auf der Internetseite www.refugueetentaction.net zu erfahren.