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Werksschließung von Ford in Genk fordert länderübergreifende Solidarität heraus

24.10.12 - Heute hat die Direktion auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung die Schließung des Ford-Werks in Genk angekündigt (siehe auch "rf-news"-Bericht von gestern). Die Produktion soll bereits zum Ende des Jahres auslaufen und ins spanische Werk Valencia verlagert werden, ein Teil der dort gefertigten Modelle dafür ins deutsche Werk in Saarlouis.

Damit verschärft der Ford-Konzern seinen Kurs zur Abwälzung der Krisenlasten auf die Belegschaften. Die belgischen Ford-Arbeiter und ihre Familien sind schockiert und empört. Heute Morgen hatten sich tausende Beschäftigte von Ford sowie von Zulieferern vor den Werkstoren versammelt, um die Ford-Europa-Chefs gebührend zu empfangen. Doch diese tauchten erst gar nicht in Genk auf und ließen die Mitteilung durch die lokale Direktion verkünden.

Bereits aufgrund der Gerüchte über eine Werksschließung hatte es in den letzten Wochen Streikaktionen gegeben. Gestern begann die Belegschaft erneut, die Tore zu blockieren, um angesichts der noch bis zum Wochenende angesetzten Kurzarbeit zumindest die Auslieferung von Fahrzeugen zu verhindern. Die länderübergreifende Solidarität und gegenseitige Unterstützung der Ford-Belegschaften sowie aller Automobilbelegschaften ist nun herausgefordert. "rf-news" wird weiter berichten und dies unterstützen.