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Polizei schob den ermordeten Marikana-Kumpels Waffen unter

08.11.12 - Der Anwalt der Arbeiter, George Bizos, hat der Farlam-Kommission, die das Massaker vom 16. August an den Marikana-Kumpels untersuchen soll, Beweise dafür vorgelegt, dass um die Getöteten und Verwundeten nachträglich Waffen verstreut wurden. Damit sollte die in den Medien geschürte Hetze verstärkt werden, dass angeblich gewalttätige, bewaffnete Arbeiter Polizisten gegenüber gestanden hätten, die in "Notwehr" gehandelt hätten.

In Wahrheit hatten einige Kumpels nur Messer dabei, um sich gegen die Übergriffe der Polizei, Wachschutzleute und Streikbrecher zu verteidigen. Die Polizei setzte Dauerfeuer aus automatischen Waffen ein. Bizos zeigte zeitlich versetzt aufgenommene Fotos, auf denen zu sehen ist, dass aus wenigen Waffen, die bei den Erschossenen und Verletzten lagen, immer mehr wurden.