International

Solidarität gegen die politische Entlassung von 60 Arbeitern bei Renault in Bursa (Türkei)

Stuttgart (Korrespondenz), 22.11.12: In der Automobilfabrik Renault-Oyak in der Türkei wurden in der letzten Woche 60 Kollegen fristlos entlassen. Hintergrund dieser Entlassungen war eine längere Auseinandersetzung um die gewerkschaftliche Vertretung der Kollegen. Die von der Geschäftsleitung akzeptierte reaktionäre Gewerkschaft Türk Metal stellte ständig arbeiterfeindliche Forderungen auf, die der Mehrzahl der Arbeiter gegen den Strich gingen. Diese Form der Klassenzusammenarbeit führte dazu, dass viele Kollegen Türk Metal verließen und sich der Gewerkschaft Birlesic Metal anschlossen.

Am 12. November hatte die Geduld der Kollegen wegen einer äußerst unternehmerfreundlichen Forderung von Türk Metal ein Ende. Sie verlangten, dass die Gewerkschaft ihres Vertrauens, Birlesik Metal, die Verhandlungen weiterführen solle. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, trat die Spätschicht in den Streik. Drohungen des Unternehmens halfen nichts. Auch die Nachtschicht schloss sich dem Streik an. Die Renault-Kollegen besetzten das Werk und wurden schon bald von Bosch-Arbeitern solidarisch vor dem Tor unterstützt.

Daraufhin rief die Geschäftsleitung die Polizei. Sie kam und versuchte mit Unterstützung von Türk-Metal-Leuten den Streik zu beenden und die Boschler zu vertreiben. Es gab viele Verletzte, zum Teil schwer. Die Renault-Kollegen bekamen bereits breite solidarische Unterstützung aus der ganzen Türkei. Inzwischen gibt es ja eine strategische Partnerschaft zwischen Daimler und Renault.

Auch deshalb verdienen die kämpferischen Kollegen bei Bursa unsere volle Solidarität. Solidaritätserklärungen bitte an die Website www.birlesikmetal.org und an an die E-Mail-Adresse birkarstgt@yahoo.de.