MLPD

Heute vor 25 Jahren: Beginn des Kampfs gegen die Schließung von Krupp Rheinhausen

26.11.12 - Am 26. November 1987 kündigte der damalige Chef der Krupp Stahl AG, Gerhard Cromme, überraschend an, das das Stahlwerk in Duisburg-Rheinhausen mit seinen 6.300 Beschäftigen stillgelegt werden soll. Schon am nächsten Morgen zogen 3.000 Stahlkocher der Früh- und Spätschicht vor das Verwaltungsgebäude und das Tor 1. In den Buch "Gewerkschaften und Klassenkampf" heißt es dazu:

"Es kam unmittelbar nach der Bekanntgabe zu spontanen Arbeitsniederlegungen, die von Demonstrationen und Kundgebungen begleitet waren. In den folgenden Wochen wurden die Arbeitsniederlegungen fortgesetzt und mit dem Kampf auf der Straße verbunden: Rheinbrücken wurden besetzt, Straßenblockaden während des Berufsverkehrs errichtet und Autos zur Umleitung veranlaßt." (S. 339/340)

Mit dem Stahlaktionstag am 10. Dezember 1987, an dem auch im Bochumer Opel-Werk kurzfristig gestreikt wurde und 100.000 Bergarbeiter bundesweit einen Warnstreik von 90 Minuten gegen die geplanten Massenentlassungen durchführten, mit dem Höhepunkt des siebentätigen selbständigen Streiks im April 1988 und der maßgeblichen Rolle der MLPD in dieser Auseinandersetzung wurde der Kampf in Rheinhausen zu einem Signal des Übergangs zur Arbeiteroffensive. Er hat bis heute eine große Ausstrahlung und viele nachfolgende Arbeiterkämpfe konnten auf der Auswertung der damaligen Kampferfahrungen aufbauen, wozu die MLPD mit Büchern, Veranstaltungen, Filmen usw. aktiv beigetragen hat.