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Streik im PSA-Werk von Aulnay

Paris (Korrespondenz), 30.11.12: Von Mittwoch, 28. November um 10 Uhr, bis Donnerstag wurde die Produktion von PSA im Werk Aulnay das für 2014 mit Schließung bedroht ist, bestreikt. Normalerweise laufen 700 Autos vom Band. Die letzten Wochen waren es immer wieder nur um die 400 Stück. Seit Mittwochmorgen stand das Presswerk und damit die ganze Produktion. Der Anlass: Fünf Beschäftigte hatten eine Vorladung zur Geschäftsleitung bekommen wegen des Bummelstreiks und einer Verspätung von fünf Minuten. Das brachte das Fass zum Überlaufen.

Circa 100 Kollegen solidarisierten sich, legten die Arbeit nieder und die Vorladungen für vier Arbeiterinnen und Arbeiter wurden zurückgezogen. "Aber darum geht es schon gar nicht mehr allein. Der Streik geht weiter", sagt ein Kollege der Presse. Angesichts der angekündigten Schließung stellten die Arbeiter Forderungen auch nach einer künftigen Vorrente, Abfindungsprämien usw.

Jedoch: Zeigt der schnelle Rückzieher nicht die Angst der Geschäftsleitung vor einem weitergehenden Kampf - trotz der angekündigten Schließung? Das Werk und die Arbeitsplätze können und müssen in einem wirksamen Kampf auf Konzernebene verteidigt werden. Die Ankündigungen, Arbeitsplätze zu vernichten - in den PSA-Werken, bei GM in Strassburg, Opel in Deutschland, Renault, Ford und anderswo - fordern zum gemeinsamen Kampf heraus!