Umwelt

Weltklimatag: Tausende stehen auf für die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft

Weltklimatag: Tausende stehen auf für die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft
Münchner Rotfuchs mit "Atomkraftwerken" zum Vernichten

02.12.12 - Im kompletten Gegensatz zum Gipfel der gescheiterten bürgerlichen Umweltpolitik in Katar standen tausende verantwortungsbewusste Aktivisten am gestrigen Umweltkampftag auf gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit durch das alleinherrschende internationale Finanzkapital. In den zahlreichen kämpferischen Aktionseinheiten und überparteilichen Zusammenschlüssen bricht sich eine neue Umweltbewegung Bahn. Die MLPD und die Position des echten Sozialismus sind hierbei wichtige Aktivposten.

"rf-news" bedankt sich für erste Berichte aus 29 Städten in Deutschland, aus Albstadt, Augsburg, Berlin, Bochum, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Duisburg, Eisenach, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamburg, Hameln, Heilbronn, Herford, Husum, Ingolstadt, Karlsruhe-Bruchsal, Konstanz, Leipzig, Magdeburg, Mülheim, München, Münster, Schweinfurt,  Stuttgart, Villingen-Schwenningen und Wiesbaden.

Der Weltklimatag wurde in diesem Jahr von vielen traditionellen Umweltorganisationen nicht organisiert. Dennoch kamen etliche beeindruckende Aktionseinheiten zustande, wie in Braunschweig mit 17 Organisationen, breite Bündnisse in Berlin, München, Leipzig oder auch in Husum. Dabei waren es oft neue regionale Initiativen, die sich unter anderem gegen Fracking oder für den Erhalt von Naturlandschaften (Werratal) beteiligten. Von 16 Städten wurden über 1.600 Unterschriften zum Manifest von ICOR/ILPS zur Stilllegung aller Atomkraftwerke gemeldet.

In Berlin fand eine erfolgreiche Kundgebung mit ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Aufgerufen ein Aktionsbündis zum Weltklimatag. Auf eine größere Offenheit als noch im letzten Jahr stieß der Vorschlag zum Aufbau einer Umweltgewerkschaft als gemeinsame Organisationsform der kämpferischen Umweltbewegung international. Im Vorfeld gab es intensive Auseinandersetzungen gegen die schädliche Wirkung des modernen Antikommunismus, der von einigen alteingesessenen kleinbürgerlichen Führern der Umweltbewegung verbreitet wird, um ihren Alleinvertreteranspruch und ihren Rückzug vom Weltklimatag zu rechtfertigen.

In einer Pressemitteilung schreiben die Organisatoren der Kundgebung in Eisenach unter anderem: "Traudel König von der MLPD stellte den Zusammenhang zu den UN-Klimakonferenzen her, parallel zu diesen gibt es seit mehreren Jahren den Weltklimatag der Umweltbewegung: 'Die Regierungen treffen sich in Doha in Katar, dem Land mit dem höchsten Pro-Kopf-CO2-Ausstoß. Sie sprechen zynisch von der Anpassung an den Klimawandel, womit die Zerstörung des Lebensraums von Millionen Menschen in Kauf genommen wird.' Ein wichtiges Thema des Weltklimatags war auch die Forderung nach der Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit."

Aus München wird berichtet: "In der Münchner Innenstadt hat heute ein Bündnis, initiiert von der Bürgerbewegung Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V. einen lebendigen Aktionsstand durchgeführt. Der Aufruf wurde von 28 Personen bzw. Organisationen unterstützt. Rebellen und Rotfüchse hatten kleine „Atomkraftwerke“ aus Süßigkeiten dabei, die sie für 1 Euro zur Vernichtung anboten, was auch erfolgreich umgesetzt wurde. … Es wurde breit für den Gedanken der Umweltgewerkschaft geworben."

In Ingolstadt unterschrieben 55 Audi Kollegen für das "Manifest", davon 20 an der Lehrwerkstatt.

In Gelsenkirchen begrüßte Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen im Rat der Stadt die rund 70 Kundgebungsteilnehmer: "Ich sehe hier Christen, Sozialdemokraten, Marxisten-Leninisten, dass ist genau das richtige Signal hier weltweit vorzugehen." Weiter betonte sie, dass es heute nicht mehr ausreiche, aufzuklären wie in der Vergangenheit, sondern dass dieser Tag ein Tag des Kampfes sein müsse. Scharf attackierte sie die weltweit tätigen Übermonopole als Verursacher der Klimakatastrophe und des allgemeinen Übergangs in eine globale Umweltkatastrophe. Besondere Betonung lag auf dem internationalen Charakter des Tags, der von der ICOR als weltweiter Kampftag begangen wird.

"rf-news" und die nächste "Rote Fahne"-Printausgabe werden weiter berichten.