Politik

Radevormwald: Abgeordnetem der Linkspartei soll Antragsrecht im Rat der Stadt verwehrt werden

08.12.12 - In einer Pressemitteilung des Ortsverbandsvorstands der Linkspartei Radevormwald heißt es dazu:

"Am 6. Dezember wurde uns ein Antrag zur kommenden Ratssitzung am 11. Dezember auf Änderung der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Radevormwald zugestellt, der von den Fraktionsvorsitzenden der CDU, der SPD, der UWG und der FDP unterzeichnet wurde. Mit dem Antrag soll erreicht werden, dass fraktionslose Stadtverordnete künftig keine Anträge mehr zur Tagesordnung der Ratssitzungen stellen dürfen. Hiermit wird ihnen grundsätzlich das Recht verwehrt, Themen in den Rat einzubringen. Der Antragsgegenstand ist Wort für Wort identisch mit einem Antrag der 'Pro NRW'-Fraktion aus dem April 2011 (s. Anlage).

Dieser Antrag richtete sich gegen DIE LINKE. ... Wir vertreten, wie jede gewählte Gruppe im Rat der Stadt, unsere Wähler, deren Interessen wir durch unsere Anträge wahrnehmen wollen. Wir äußern unsere Meinung in der Debatte und durch unser Abstimmungsverhalten. Wir maßen uns nicht an, unsere Meinung über Sinn und Unsinn der Anträge anderer Fraktionen stünde über ihrem Recht, sie überhaupt einzubringen. Verbietet man uns dieses Recht in Zukunft, verbietet man damit auch allen Bürgern, die wir vertreten, ihre Probleme zu nennen.

... Wir sind der Überzeugung, dass man den Faschismus nicht mit seinen eigenen Waffen bekämpfen kann. Im Gegenteil: Wer einen Antrag der aufgelösten 'Pro NRW'-Fraktion übernimmt, legitimiert sie noch im Nachhinein."

Solidaritäts- und Protesterklärungen an: fritz.ullmann@die-linke-oberberg.de