Politik

Solidaritätserklärung: "AUF Gelsenkirchen" fordert: "Rücknahme der Schließungspläne von Opel! Kein zweites Nokia!"

11.12.12 (15.45 Uhr) - Das überparteiliche Kommunalwahlbündnis "AUF Gelsenkirchen" erklärt sich mit der Belegschaft gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung bei TRW in Gelsenkirchen ebenso wie bei Opel in Bochum uneingeschränkt solidarisch im Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz. Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von "AUF Gelsenkirchen":

"Es ist empörend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit der Opel-Vorstand der Belegschaft die Werksschließung 2016 erklärte. Kaum zu fassen ist, wie die Kollegen zudem kriminalisiert wurden. Nicht nur als Mutter einer Opelanerin und Schwiegermutter zweier Opelarbeiter verfolge ich die Entwicklung sehr aufmerksam und bin empört über das Verhalten der GM-Manager, die nach der Verkündung der Werksschließung sofort die Versammlung verließen und eiskalt über die Sorgen und Vorschläge der Belegschaft des Werkes hinweg gingen.

Was bringt es zum Ausdruck, wenn die Kolleginnen und Kollege wie Kriminelle behandelt werden, wenn betriebsfremde, getarnte Security-Kräfte unter die Betriebsversammlung anwesend sind, wenn sich im Foyer uniformierte Polizeikräfte befinden! Wenn sogar gegen den Leiter des gewerkschaftlichen Vertrauenskörpers mit Gewalt vorgegangen wurde!

Jahrelange Verhandlungen haben das Werk nicht gesichert, und schon 2004 haben die Beschäftigten erfolgreich mit ihrem Streik die Werksschließung verhindert. Nokia zeigt, dass Verhandlungen und B-Pläne keinen einzigen Arbeitsplatz retten, sondern nur die Belegschaft still halten sollen. Viele Kollegen haben sich demgegenüber heute früh für Aktionen entschieden, und sind bereit, auch jetzt mit einem Streik die passende Antwort zu geben."