Politik

Belegschaft von HSP protestiert gegen Neugründung von faschistischer Partei

10.12.12 - Auf ihrer Belegschaftsversammlung am 6. Dezember hat die Belegschafts des Dortmunder Stahlbetriebs HSP die folgende Entschließung einstimmig verabschiedet (Auszüge):

Mit Empörung und Entsetzen haben wir Beschäftigten von HSP zur Kenntnis genommen, dass in Huckarde die neu gegründete Partei "Die Rechte" ein Parteibüro des Landesverbandes und Kreisverbandes dieser Partei eröffnen will. Bei dieser Partei handelt es sich um eine faschistische Organisation. Führende Leute dieser Partei waren Mitglieder der vor wenigen Wochen vom NRW-Innenministerium verbotenen faschistischen Organisationen und sind zum Teil seit Jahren als Gewalttäter in Dortmunder bekannt. Einzelne Gewerkschafter aus unserer Belegschaft waren selbst bereits Opfer faschistischer Übergriffe bis hin zu Morddrohungen. ... 

Wir protestieren entschieden gegen die Eröffnung des Parteibüros und fordern die verschiedenen Stellen der Stadt Dortmund auf, alles zu tun, die Eröffnung des Büros zu verhindern! Wir fordern alle Kolleginnen und Kollegen auf, Flagge zu zeigen und sich an den antifaschistischen Aktivitäten in Huckarde und anderen Stadtteilen zu beteiligen! Kein Fußbreit den Faschisten! ...

Wir werden unter der Belegschaft weiter konsequent eine Aufklärungsarbeit über rechtsradikales und faschistisches Gedankengut machen – dafür darf es in der Belegschaft null Toleranz geben!

Wir sind eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Nationalitäten zusammensetzt. Wir erleben die kulturellen Unterschiede als Bereicherung. Für uns verläuft die Spaltung der Gesellschaft nicht zwischen den Nationen, sondern zwischen oben und unten!