Umwelt

Größter Containerfrachter der Welt hat in Hamburg am Burchardkai angelegt

Hamburg (Korrespondenz) 12.12.12: Heute früh um ca. 3.45 Uhr legte am Burchardkai in Hamburg der weltgrößte Containerfrachter, die CAM CGM Marco Polo an. Sie hat 4.000 Container für Hamburg im Liniendienst aus Asien und anderen Ländern an Bord. Ihre Abmessungen sind beeindruckend: 396 Meter lang, 53,60 Meter breit und hat vollbeladen einen Tiefgang von 16 Metern. Maximal 16020 Standardcontainer (TEU) haben auf diesem Schiff Platz.

Damit solche Schiffe reibungslos die Elbe befahren können, ist die inzwischen neunte Elbvertiefung – beschönigend "Fahrrinnenanpassung" genannt - geplant. Der Hamburger Senat, die Reeder und Umschlagsbetriebe rechtfertigen dafür schwerste Umweltschäden:

1. So modern das Schiff ist, es verbrennt es 300 Tonnen Schweröl am Tag – Sondermüll aus Raffinerien – hoch belastet mit Schwefel und anderen Beimengungen.

2. Die Elbe hat schon jetzt in warmen Sommermonaten vor Hamburg Sauerstofflöcher, die sie zu einem toten Fluss machen. 

3. Die Strömungsgeschwindigkeit ist bereits so hoch, dass ruhige Hafenbecken, Seitenarme etc. in rasanter Geschwindigkeit versanden. 

4. Die Sturmflutpegel drohen deutlich zu steigen. Während die öffentlichen Stellen nur von 1 bis 2 Zentimeter ausgehen, gehen Deichschützer in Niedersachsen bereits von 12 bis 15 Zentimeter mehr durch die neunte Elbvertiefung aus. 

Den Hafenarbeitern wird vorgemacht, dass eine Vertiefung der Elbe ihre Arbeitsplätze sichert. Tatsächlich werden im Hafen die Arbeitsplätze durch die Ausbeutungsoffensive für immer höhere Umschlagsmengen bei einem stagnierenden Gesamtumschlag vernichtet.