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Wir trauern über die Opfer des Massakers an der Schule in Newtown

17.12.12 - Weltweit trauern  die Menschen  mit den 26 Opfern und Angehörigen nach dem Amoklauf an einer Grundschule in der US-Kleinstadt Newtown.  Zwanzig sechs- und siebenjährigen Kinder, die erst am Anfang ihres Lebens standen, wurden regelrecht von bis zu elf Kugeln aus einem Sturmgewehr zersiebt. In das Entsetzen über den Amoklauf des 20-jährigen Adam Lanza mischen sich zunehmend auch die Fragen nach der Verantwortung und den Hintergründen für solche menschenverachtenden Taten.

In den bürgerlichen Massenmedien hat das Massaker die Debatte um die US-Waffengesetze neu entfacht. Eine wachsende Minderheit fordert eine Beschränkung des Waffenbesitz um „weitere Tragödien wie diese zu verhindern.“ Als wären Waffen in den Händen des Volkes das Problem! So besitzen in einigen Ländern Lateinamerikas mehr Menschen Waffen als in den USA. Die meisten Amokläufe aber gibt es in den USA, in Deutschland und in Japan. Entscheidend ist die Denkweise wie man mit Waffen umgeht.

Sicher gibt es auch Faktoren, die eine Rolle für die Entwicklung von Adam Lanza bis zu seiner abartigen Tat, spielten. So etwa, dass faschistoide militaristische Kreise wie aus der Ecke der "Tea-Party" und auch aus der katholischen Kirche in den USA ein reaktionäres Erziehungsideal des militärischen Drills, des Rassismus und Elitedenkens forcieren. Nicht zuletzt waren die meisten Amokläufer - ebenso wie Adam Lanza - Kinder aus sogenannten "besseren Kreisen", die unter dem Druck was Besonderes sein zu müssen und zu wollen, mit ihrem abscheulichen Verbrechen ein Ventil gesucht haben. Dennoch ist jeder für seine Denkweise selbst verantwortlich.

Allerdings ist es auch Tatsache, dass über die bürgerliche Massenkultur faschistoide Gewaltverherrlichung salonfähig gemacht wird und darüber die Hemmschwelle für solches krankhaftes Tun gesenkt werden kann. Nach dem Amoklauf an einer Schule in Winnenden/Deutschland im März 2009 forderten sechs Familien von Opfern in einem offenen Brief unter anderem als erste Maßnahme: „Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden.“  Das wird immer wieder mit den abstrusesten Vorwänden abgebügelt. So erklärte schon am 16.09.2008 nach dem Erfurter Amoklauf in einem WAZ-Interview Dorothee Bär, damals Mitglied im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, erste stellvertretende Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion und Mitglied im CSU-Parteivorstand, dass sie sich "gegen ein Pauschalverbot von gewalthaltigen Computerspielen wende. Ein Verbot würde eine sehr erfolgreiche und wachstumsstarke Branche an den Pranger stellen." Profit geht also vor Jugendschutz - so sieht also ihre Sorge für die Jugend aus. 

Wenn jetzt wieder Stimmen über die wachsende Verrohung der Jugend laut werden, so verzerrt das die Gewichtung zwischen einer Häufung  von kriminellen Einzelfällen einerseits und einem weltweiten Aufschwung der Rebellion der Jugend gegen die kapitalistische Barbarei. Sie will gestalten, sinnvolles leisten und strebt nach Neuen. Und immer mehr Erwachsene sehen sich in der Verantwortung für ihre Kinder und Jugend. Die MLPD und ihre Jugendverband REBELL haben es sich zum besonderen Ziel gesetzt, diese Rebellion der Jugend mit einer sozialistischen Perspektive zu fördern, zu organisieren und dabei Jung und Alt zusammenzuschließen.

Für diese Perspektive rufen MLPD und der Jugendverband REBELL zu den LLL-Aktivitäten mit der größten europaweiten Jugenddemonstration für den Sozialismus am 13. Januar in Berlin auf.