Politik

Solidaritätserklärung der Montagsdemo Dresden

11.12.12 (11 Uhr) - Die Montagsdemo Dresden hat gestern die folgende Solidaritätserklärung an die Kollegen von Opel Bochum verabschiedet:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute haben wir auf unserer Montagskundgebung in Dresden auch über eure turbulente Betriebsversammlung gesprochen. Wir sind empört über die Pläne des GM-Vorstands, das Werk Bochum bis Ende 2016 zu schließen und damit zigtausende Arbeitsplätze bei Opel und den Zulieferern zu vernichten. Ihr habt völlig Recht, auch keinen Tod auf Raten zu akzeptieren. Jeder vernichtete Arbeitsplatz ist einer zu viel und fehlt unserer Jugend.

Fast noch mehr als die Schließungspläne aus nackter Profigier hat uns das Verhalten der GM-Manager, euch wie Kriminelle zu behandeln, empört. Was haben Security-Leute und Zivilpolizisten auf einer Betriebsversammlung verloren und mit welchem Recht greifen sie einen durch die Kollegen gewählten VK-Leiter an? Wo soll das hinführen, wenn solche Übergriffe Schule machen? Wehret den Anfängen!

Wir versichern euch, wer einen von euch angreift, der greift auch uns an! Wir erklären uns ausdrücklich mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die Schließung solidarisch! Wir verpflichten uns, wenn ihr einen selbständigen Kampf aufnehmt, euch solidarisch zu unterstützen und das unter den Menschen in Dresden bekannt zu machen und die Solidarität zu entwickeln.

Wer kämpft, bekommt Solidarität, das ist unsere Erfahrung. Wir wissen auch: Nur wer kämpft kann gewinnen. Unsere Unterstützung habt ihr! Die Entscheidung für den Weg des Kampfes müsst ihr selber treffen.

Im Auftrag der Montagsdemo Dresden
Günter Slave