Opel aktuell - Berichte, Infos, Solidaritätsadressen

29.12.12 - "rf-news" veröffentlicht auf dieser Seite seit dem 12. Dezember laufend neue Nachrichten über die Entwicklung und Solidaritätsadressen mit den kämpfenden Opelanern und ihren Familien in Bochum.

 

Solidaritätsadressen an die Opelaner/-innen und ihre Familien

Bitte schickt die Solidaritätserklärungen an folgende Adressen:

  • dirk.gruetzner@de.gm.com

  • annegret.gaertner@de.opel.com

  • info@wir-gemeinsam.eu (Adresse des Betriebsrats-Vorsitzenden Rainer Einenkel)

  • und natürlich an redaktion@rf-news.de

(Hier sind alle Mitteilungen vor dem 14.12.12)

 

24.12.12 - Solidarität von der russischen Automobilarbeitergewerkschaft MRPA

Petr Zolotarjov, Toljatti, einer der Vorsitzenden der überregionalen Gewerkschaft der Automobilarbeiter in Russland, MRPA, schrieb:

"Ich habe eure Information erhalten. Wir drücken unsere Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter der Opelfabrik um den Erhalt der Arbeitsplätze aus. Wir sind jetzt vereint in der Überregionalen Gewerkschaft der Automobilarbeiter MRPA. Unsere Gewerkschaftsgruppen arbeiten in verschiedenen Unternehmen der Autoindustrie (Ford, Volkswagen, GM, Auto und anderen).

Herzlichen Gruß
Petr Zolotarjov"

23.12.12 - Solidaritätserklärung von der CGT bei Opel Zaragoza (Spanien) 

Cesar Yagues, Betriebsratsmitglied für die CGT schreibt:

"Als Arbeitskollege bei GM Spanien und als Verantwortlicher für Gesundheitsschutz der CGT Metall Zaragoza schicke ich eine anarchosyndikalistische Umarmung aus Spanien. Es sind schwierige Zeiten für die Arbeiter. Wir brauchen starke gewerkschaftliche Organisationen, die die Interessen der Arbeiter vertreten, ohne Grenzen. Die Strategie von GM in Europa braucht eine gemeinsame energische Antwort. Meine ganze Unterstützung ist bei euch, meine Genossen.
Gesundheit und Kraft!"

23.12.12 - Sindelfinger Solidaritätskreis "Gegen Abmahnung – Für das Recht auf Pausenversammlung bei Daimler Sindelfingen" - Solidarität mit den Kollegen von Opel Bochum

Liebe Opelkolleginnen, liebe Opelkollegen,

wir vom Solidaritätskreis "Gegen Abmahnung – Für das Recht auf Pausenversammlung" möchten Euch in eurem Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze unsere Solidarität zukommen lassen. Solidarität ist in unseren heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Wir vom Solidaritätskreis feiern heute. Der IG-Metall-Vertrauensmann bei Daimler Sindelfingen, Siggi Laslop, hat seinen Prozess gegen den Riesen-Konzern Daimler gewonnen. Er hatte in der Pause gemeinsam mit ca. 180 Kollegen Forderungen gegen Leistungsverdichtung unterstützt und Plansicherheit für Leiharbeiter gefordert. Dies nahm der Daimler-Konzern zum Anlass, eine Abmahnung mit Kündigungsandrohung durchzuführen. Als lächerlichen Grund nannte Daimler unter anderem, dass dies den Betriebsfrieden stören würde.

Es entwickelte sich im Betrieb und außerhalb eine große Solidarität. Nicht jeder unterstützte die Forderung "Weg mit der Abmahnung - für das Recht auf Pausenversammlung".

Deshalb – Solidarität braucht Mut, langen Atem, erfordert Zusammenhalt und Klarheit! In diesem Sinne können wir heute feiern und unterstützen Euren Kampf!

Mit solidarischen Grüßen
Ca. 30 Personen vom Solidaritätskreis und Teilnehmer der Montagsdemonstration Sindelfingen

23.12.12 - Grüße von der Vertrauenskörperleitung des Siemens-Schaltanlagenwerks in Frankfurt-Fechenheim

Schon am Montag, 17.12.12, hat die VKL folgende Erklärung beschlossen:

"Liebe Vertrauensleute,

liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel in Bochum, ihr gehört zu den kampfstärksten Betrieben in Deutschland, dazu beglückwünschen wir euch. Von euren Erfahrungen können wir nur lernen.

Letzte Woche haben wir erfahren, dass euer Werk geschlossen werden soll. Opel macht angeblich wegen Managementfehlern Verluste. Ihr könnt nicht in die ganze Welt exportieren, weil GM das nicht zulässt. Auch für Siemens gilt, dass nur der maximale Profit zählt. Die Werke bei Emden, Konstanz und Bruchsal sollen geschlossen werden.

Wir lassen uns nicht spalten im Konkurrenzkampf um Maximalprofit! Wir stehen zusammen im Kampf um alle Arbeitsplätze.

Liebe Vertrauensleute im Bochum, lasst von euch hören, wenn ihr Unterstützung braucht.

Eure Vertrauenskörperleitung des Siemens Schaltanlagenwerk in Frankfurt-Fechenheim"

22.12.12 - GML/Rode Morgen aus den Niederlanden grüßt die Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum

Wir vom "Rode Morgen" erklären uns mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel solidarisch. Die Krise verschärft sich gerade auch hier in den Niederlanden. Die Kämpfe gegen die Abwälzung der Krisen haben angefangen. Wir sind aktiv dabei, dass die Kämpfenden sich verbinden und einander unterstützen. Die Hafenbetriebe drohen, Hunderte Jobs zu vernichten und benutzen die Situation, um die Arbeit weiter zu flexibilisieren. Auch hier muss und wird ein harter Kampf entbrennen.

Euer Kampf ist ein Vorbild und GM ein Dorn im Auge. Wir haben die kampfstarken und selbstbewussten Aktionen verfolgt von 2004 bis zu dem selbständigen Streik am Dienstag, den 12.12. Wir haben herzlich gelacht, als wir vernahmen, dass Opel Bochum  die geplante "50-Jahre-Opel-Bochum-Feier" abgesagt hat, weil man sich bei so vielen "Opel-Freunden" nicht traute. Ihr habt GM in die Defensive gedrückt. Euer Kampf fordert die Solidarität heraus. Europaweit.

Wir wünschen euch Mut, Kraft, Ausdauer und Erfolg in eurem Kampf!

22.12.12 - Solidaritätsgruß an die Kolleginnen und Kollegen bei Opel Bochum vom Solidaritätskreis Telefunkenpark Heilbronn, gegründet anlässlich der Entlassungen am Telefunkenpark, darunter auch die IGM-Vertrauenskörpervorsitzende Jutta Nimmann

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum,

wir senden Euch unsere herzlichsten Solidaritätsgrüße nach Bochum. Wir stehen in Heilbronn vor einer ähnlichen Situation wie ihr. Der Telefunkenpark in Heilbronn soll zwar nicht komplett dicht gemacht werden, aber bei der Firma Atmel wurden schrittweise in den letzten Jahren Arbeitsplätze vernichtet. 68 Kolleginnen und Kollegen sollen bis Ende 2013 entlassen werden, betroffen sind vor allem viele Frauen, meist über 50-Jährige und mit langer Betriebszugehörigkeit. Im selben Telefunkenpark sollen jetzt bei AIM weitere 35 Kolleginnen und Kollegen "abgebaut" werden. Wir haben uns im Solidaritätskreis zusammengeschlossen, um praktische Solidarität für die VK-Leiterin, die zu einer der ersten Entlassenen gehört, zu organisieren und die Kolleginnen und Kollegen für einen Kampf um jeden Arbeitsplatz zu mobilisieren und zu unterstützen.

Es ist oft nicht leicht, die Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, da sie denken 'es ist sowieso schon alles entschieden' oder sie sich aus Existenzängsten auf Abfindungen oder Transfergesellschaften einlassen. Die Kolleginnen und Kollegen sind auch ziemlich sauer auf die IGM-Führung, da der Kampf für jeden Arbeitsplatz schon vor zwei Jahren hätte offensiv geführt werden müssen. Sie hat eine kämpferische Kollegin, die sich für eine kämpferische Gewerkschaftsarbeit einsetzt, sich gegen die Zusammenarbeitspolitik mit der Geschäftsführung stellt, die Kolleginnen und Kollegen aktiviert hat, und auch für eine sozialistische Alternative steht, als Bauernopfer verkauft.

Viele schauen nach Bochum und beobachten, ob und wie ihr um eure Arbeitsplätze und den Erhalt des Werks kämpft, denn sie haben eure Streiks noch gut in Erinnerung. Wir Arbeiter, egal aus welcher Branche, müssen uns zusammenschließen und gemeinsam kämpfen. Ihr könnt dabei eine führende Rolle einnehmen, für viele Kollegen in Deutschland aber auch international steht ihr als Vorbilder im mutigen Kampf.

Am Mittwoch haben wir bei unserer wöchentlichen Mahnwache vor dem Telefunkenpark ein Plakat "Atmel, Opel, AIM, TSG – So kann man mit Kolleginnen und Kollegen nicht umgehen. Solidarität mit dem Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel" getragen, auf dem viele Kolleginnen und Kollegen unterschrieben haben. Wir sind gespannt wie ihr euch entscheidet und wie euer Kampf weiter geht, wir werden euch auch aus der Ferne dabei mit allen Kräften unterstützen.

(Einstimmig verabschiedet beim Treffen des Solidaritätskreis Telefunkenpark am 19. Dezember 2012)

21.12.12 - Solidaritätsadresse der Vertrauenskörperleitung der IG Metall bei Festo
Hubert Bauer (Vorsitzender), Dieter Billek (stellv. Vorsitzender)

An die Opel Belegschaft in Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der vorweihnachtlichen Zeit hat man Euch den Beschluss zur Beendigung der Autoproduktion in Bochum wie einen Stapel Teller vor die Füße geschmissen. Wir freuen uns zu hören, dass sofort mehrere Hundert von Euch selbstständig die Arbeit niedergelegt haben. Dazu gratulieren wir Euch auf das Herzlichste und versichern: Ihr steht nicht allein, auf unserer Solidarität könnt Ihr Euch verlassen!

Was bei Euch in Bochum geschieht, war bei uns hier im wilden Süden in aller Munde. Aufmerksam verfolgen wir die Entwicklung bei Opel. Zumal wir selbst mit windigen Manager-Entscheidungen zu kämpfen haben. So wie GM Autos lieber in China produzieren will, träumt bei uns eine pseudodynamische Managerclique, dass man nur noch in Asien pneumatische Ventile in Massenproduktion entwickeln und bauen könne. Die Produktion der erfolgreichsten Ventilreihe von Festo, des "Tigerventils", soll in Deutschland eingestellt werden, wogegen wir uns seit Jahren wehren.

2004 bei Eurem berechtigten Streik um die Werkserhaltung in Bochum, haben wir bei Festo über 1000 Euro für Euren Kampf gesammelt und überwiesen. Wenn Ihr entscheidet erneut den Kampf aufzunehmen, werden wir das steigern. Diesmal wollen wir Euch bei Streiks und Demonstrationen auch vor Ort besuchen.

Es kommt ein neues Jahr, trotz Maya-Kalender und es ist noch längst nicht aller Tage Abend!

An einer einigen und solidarischen Arbeiterbewegung werden sich die Manager die Zähne ausbeißen!

Also: "Glück auf!", wie man im Ruhrgebiet sagt oder: "Oben Bleiben!", wie sich die Bewegung gegen "Stuttgart21" grüßt!

21.12.12 - Ver.di-Mitglieder des Amtes für Wohnen und Migration der Landeshauptstadt München

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir unterstützen aus ganzem Herzen Euren Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze.

Wir wünschen Euch Kraft, um den Einschüchterungsversuchen standzuhalten und gratulieren zu Eurer Antwort am Dienstag.Wir möchten Euch und Eure Familien im Kampf um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze bestärken.Wir müssen uns gemeinsam zur Wehr setzen gegen die massenhafte Arbeitsplatzvernichtung. Durch die Vernichtung von Tausenden von Arbeitsplätzen wird auch die Zukunft der Jugend aufs Spiel gesetzt. Wir sagen nein zu den Plänen des GM Mutterkonzern das Werk 2016 zu schließen. Wir wünschen euch viel Erfolg in Eurem Kampf.

21.12.12 - Grüße von Courage Bremen an die "Basta!"-Frauen

Liebe BASTA-Frauen,

wir haben über die Medien erfahren, dass eure Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. So viele Menschen werden in die Arbeitslosigkeit entlassen, vor allem die Jugend ist betroffen. Wir sind empört! Und wir nehmen ganz viel Anteil und schicken euch ganz viel Kraft für euren Kampf! Wie könnten wir euch noch unterstützen? Wir wollen es wirklich, sagt uns Bescheid!

Mit solidarischen Grüßen,
Ela, Leyla, Ümit & Wiki - die neuen COURAGE-Frauen in Bremen

21.12.12 - Mülheimer OB verweigert Diskussion und Abstimmung über Solidaritätsresolution mit den Opelanern

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion "WIR-Linke" im Rat der Stadt Mülheim/Ruhr:

Auf der gestrigen und vorgestrigen Ratssitzung legte die Fraktion WIR-Linke folgende Resolution zur Diskussion und Abstimmung im Rat vor:

"Gemeinsam aufstehen im Revier!

Der Rat der Stadt Mülheim protestiert entschieden und mit großer Empörung gegen die Ankündigung des Opel-Vorstands, die Autoproduktion im Werk Bochum 2016 zu schließen. Dieser jetzt offen ausgesprochene Plan würde nach der bereits angekündigten Vernichtung tausender Arbeitsplätze im Revier die Vernichtung zehntausender Arbeitsplätze, auch im gesamten Zulieferbereich, bedeuten. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und betrifft die ganze Region, in der seit Jahrzehnten massiv industrielle Arbeitsplätze abgebaut werden. Die drastische Einschränkung der industriellen Basis durch diese und andere Werksschließungen und massiven Arbeitsabbau fällt mit der ohnehin bestehenden Finanzmisere der Ruhrkommunen zusammen und treibt sie auf die Spitze. Es darf kein zweites Nokia in Bochum geben!

Die ganze Region muss gemeinsam aufstehen: Der Rat der Stadt Mülheim erklärt sich uneingeschränkt solidarisch und unterstützt die Belegschaft bei Opel sowie ihre Familien: Die Schließungspläne von Opel Bochum müssen sofort zurückgenommen werden! Gemeinsamer Kampf im Revier um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!

Der Rat der Stadt Mülheim wird sich nach allen seinen Möglichkeiten für diese Ziele einsetzen." (Soweit die auf Wunsch anderer Fraktionen gekürzte Resolution)

Obwohl die Resolution bei den meisten Ratsmitgliedern auf Zustimmung stieß, ließ Frau Mühlenfeld eine Diskussion und Abstimmung aus formalen Gründen nicht zu. Die CDU lehnte die Resolution ab, da sie angeblich keinen kommunalpolitischen Bezug hätte und klassenkämpferische Parolen enthielte. Die geplante Schließung von Opel hat Auswirkungen im gesamten Ruhrgebiet. Etliche Mülheimer arbeiten bei Opel. GM in Detroit hat den Opelanern den Kampf angesagt und WIR-Linke aus Mülheim begrüßen es, wenn die Opel-Belegschaft diese Kampfansage entsprechend beantwortet. Die Verweigerung, die Resolution aus formalen Gründen im Rat nicht zu behandeln, ist kurzsichtig und undemokratisch.

20.12.12 - Solidaritätskreis "Gemeinsam sind wir stark - Gegen die Entlassungen bei Allgaier" solidarisch mit den Opelanern

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

vor zwei Jahren erhielten wir eine ähnliche Hiobsbotschaft wie ihr kurz vor Weihnachten: Damals wurden 110 von 1.200 Kollegen bei Allgaier in Uhingen entlassen - mit Unterstützung unseres Solidaritätskreises haben sich knapp 30 Kollegen dagegen erfolgreich gewehrt. So dass am Ende ca. 20 Kollegen ihre Arbeit wieder bei Allgaier aufgenommen haben.

Wir empfinden es als unverschämt, euch kurz vor Weihnachten die Entziehung der Existenzgrundlage für euch, eure Familien und vieler anderen Menschen im Raum Bochum mitzuteilen! Wir erklären unsere unverbrüchliche Solidarität mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz. Viele der bei uns entlassenen Kollegen hatten auch zunächst große Hoffnungen in die als Paradies angepriesene Transfergesellschaft gesetzt und wurden enttäuscht - lasst euch nicht blenden! Wir haben uns mit dem BDA-Präsidenten Hundt angelegt, ihr mit einem internationalen Konzern - wer Kämpft kann gewinnen! Das habt ihr schon mehr als einmal bewiesen.

Wir stehen an eurer Seite!

Mit kollegialen und solidarischen Grüßen
i.a. Renate Mutschler
(Sprecherin des Solidaritätskreises "Gemeinsam sind wir stark")

PS: Wir bieten euch an, zur Organisierung der Solidarität unsere Website http://www.solikreis-gp.de als gemeinsame Plattform zu nutzen. Dort werden wir auch in Zukunft über die Entwicklung eurer Auseinandersetzung berichten.

(Einstimmig verabschiedet auf unserem Treffen am 20.12.2012)

20.12.12 - Solidaritätsflyer der "Kommunistischen Initiative Gera" zusammen mit anderen Organisationen und Initiativen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir solidarisieren uns mit Euch und Eurem Kampf gegen den wiederholten Angriff der Konzernführung auf Eure Arbeitsplätze und damit auf Eure Existenzgrundlage und die Eurer Familien.

Bereits 2004 hat die Konzernführung versucht, das Werk dichtzumachen, und es ist Euch dank Eures Kampfes und der massiven Unterstützung aus anderen Betrieben und der Bevölkerung gelungen, einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten. Damit habt ihr vielen Kollegen und Kolleginnen in anderen Branchen und Regionen - weit über Opel Bochum hinaus - Mut gemacht und verdeutlicht, dass es sich lohnt zu kämpfen.

Bereits damals jedoch hattet ihr für die Betriebsvereinbarung mit dem Management – und viele Kolleginnen und Kollegen hatten es bereits geahnt – einen bis an die Schmerzgrenzen gehenden Preis zu zahlen, der vom "sozialverträglichen" Abbau hunderter Arbeitsplätze, die nicht wieder neu besetzt wurden, über Abfindungsreglungen bis hin zum massiven Lohnraub und weiteren Arbeitszeitflexibilisierungen reichte und dessen letzte Rate ihr anscheinend in diesen Tagen bezahlen sollt, indem die Vorstandsetage unverhohlen mit dem Schließen des ganzen Standorts für Ende 2016 droht. ...

 Wir müssen uns – auch gegen die Doktrin des Ko-Managements in unserer eigenen Gewerkschaft – unsere schärfste Waffe zurückholen, das uneingeschränkte Streikrecht, einschließlich dem politischen Streik. (Mehr dazu)

20.12.12 - Vertrauensleute der IG Metall Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf

An die Vertrauensleute der IG Metall von Opel Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit Enttäuschung und Wut haben wir von dem Vorhaben des GM-Vorstandes zur Beendigung der Automobilproduktion am traditionsreichen Standort Bochum erfahren.

Nach all dem was ihr getan habt um eure Fabrik, trotz aller schwerwiegenden Managementfehler, zu retten sind diese Pläne mehr als ein Schlag ins Gesicht aller Opelaner.

Eine Solidaritätserklärung ist ein schönes Symbol. Oftmals aber auch leider nicht mehr. Sagt uns wie wir euch konkret unterstützen können um diese Pläne noch zu vereiteln. Denn eines und das muss den Autobauern absolut klar sein, wenn das Opel Werk Bochum fällt, ist der Rubicon überschritten und keine Auto-Fabrik, egal welche Marke, in Deutschland wird noch sicher sein.

Die Vertrauensleute der IG-Metall
Mercedes Benz Werk Düsseldorf

(Diese Solierklärung für die Bochumer Opelaner wurde am Sonntag, den 16.12., von ca. 80 bis 100 Vertrauensleuten von Daimler Düsseldorf verabschiedet und dann auf der Belegschaftsversammlung am 18.12. vor ca. 1.200 Kolleginnen und Kollegen vorgetragen, wo sie mit großen Applaus und verschiedenen Redebeiträgen begrüßt und bekräftigt wurde.)

20.12.12 - Soli-Erklärung der Wohngebietsgruppe Essen-Ost der MLPD

Liebe Opel-Kollegen,

mit Empörung haben wir die Nachricht über die geplante Werksschließung in Bochum zur Kenntnis genommen. Tausende Arbeitsplätze sollen der Profitgier zum Opfer fallen.

Richtig wäre, in eurem Werk emissionsfreie Antriebe und umweltschonende Verkehrssysteme zu produzieren. Das wäre im Interesse der Masse der Menschen, würde Arbeitsplätze sichern und einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Umwelt leisten. GM geht es aber nicht um die Menschen, Arbeiter oder die Umwelt, sondern lediglich um Maximalprofit.

Es ist unfassbar was auf eurer Betriebsversammlung abgegangen ist. Wir fordern, dass die Verantwortlichen für den Angriff auf den VK-Leiter zur Rechenschaft gezogen werden. Ihr habt mit eurem selbständigen Streik am 11.12. genau die richtige Antwort auf die Frechheiten von GM gegeben!

Die Wohngebietsgruppe Essen-Ost der MLPD wird alles tun um euren Kampf in Essen bekannt zu machen. Wir sammeln Unterschriften für euer Zukunftsprogramm und informieren die Leute in unserem Wohngebiet.

Bereits 2004 habt ihr die Werkschließung mit eurem offensiven Kampf verhindert! Während damals bei Nokia auf Verhandlungen mit den Kapitalisten gesetzt wurde, habt ihr um eure Jobs gekämpft. Das Ergebnis kennt jeder: Nokia ist längst Geschichte und das Opelwerk steht immer noch!

Es darf kein zweites Nokia geben! Kampf um jeden Arbeitsplatz! Die Arbeiterklasse der ganzen Welt schaut auf euch! Seid euch sicher, falls ihr euch für den Kampf entscheidet, kämpfen wir mit euch. Hier in Essen und auch bei euch vor Ort!

Wer einen von uns angreift, greift uns alle an! Einer für alle – alle für einen!

Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen
Wohngebietsgruppe Essen-Ost der MLPD

20.12.12 - Solidaritätserklärung der Montagsdemo Frankfurt/Main

An die Kollegen von Opel-Bochum über die VK-Leitung

Liebe Kollegen von Opel Bochum,

Wir von der Montagsdemo Frankfurt am Main stehen hinter euch gegen die Schließung des Bochumer Werkes und seinen Tod auf Raten. Zurecht sagen Opelaner aus Rüsselsheim: "Danach kommen wir dran." Das Versprechen, durch die Schließung seien die übrigen Werke ausgelastet und die Arbeitsplätze sicher, ist ein Trugbild und soll die Konzernbelegschaften spalten. Um so wichtiger ist, dass in all diesem Trommelfeuer 200 Kollegen die Initiative für einen selbständigen Protest im Werk ergriffen haben.

Es gibt genug zu tun in diesem Land. Dazu gehört auch eine umweltfreundliche Antriebstechnik im Automobilbereich. Die Geschäftsführung hat ganz schön Angst, wenn sie den Tag der offenen Tür am letzten Samstag kurzfristig abgesagt hat. Wir setzen uns dafür ein, dass die IG-Metall euch auch von hier unterstützt und nicht rumtaktiert wird.

Mit kämpferischen Grüßen
eure Montagsdemo Frankfurt-Main
verabschiedet am 17.12.2012

20.12.12 - Panagiotis Katsaros, Gewerkschaftssprecher des griechischen Stahlwerks Aspropyrgos, lässt folgende Solidaritätserklärung an die Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum übermitteln (in englisch, deutsche Übersetzung folgt demnächst): 

Colleagues, we have learned for the problems we face and the mobilizations decide to do. We see once again, that even in countries with a strong economy, the working class have the same problems. Unfortunately confirmed when we say that the chapter is alliance and declare relentless war against the working class worldwide. So we must be united irrespective of race and nation to be able to resist.

The steelworkers of Aspropyrgos sends you greetings racing and you know that we are on your side. They don't brake us! We're hard as we are united!  Because without us there spin sproket ...

Deputy Secretary UNION OF STEELWORKERS TO ASPROPIRGOS

Panagiotis Katsaros

20.12.12 - Vertrauenskörperleiter Siemens Schaltwerk Berlin an die Belegschaft und IG-Metall Vertrauensleute von Opel Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Beschluss zur Beendigung der Autoproduktion 2016 in Bochum der Tod von Opel Bochum, hat uns bestürzt und empört. Damit darf GM und der Opelvorstand nicht durchkommen.

Aus der Presse haben wir von eurer Betriebsversammlung erfahren. Auch das am Dienstag eine erste Streikaktion von mutigen Metallern stattgefunden hat.

Wir wünschen Euch Kraft, um den Einschüchterungsversuchen standzuhalten und gratulieren zu Eurer Antwort am Dienstag. Sehr viele Belegschaften schauen genau auf Euren Kampf um die Arbeitsplätze, die vernichtet werden sollen. Und wir wissen, dass ihr wie 2004 ein bundesweites Signal geben könnt.

Wir senden unsere solidarischen Grüße.

Wir wünschen euch viel Kraft in dieser schwierigen Situation und hoffentlich ein paar schöne Feiertag mit euren Familien.

i.A.
Martin Streitberger, Vertrauenskörperleiter Siemens Schaltwerk Berlin

20.12.12 - MAN Diesel&Turbo Oberhausen: Betriebsversammlung solidarisch mit Opelanern

Viel Beifall erhielt der Leiter des IG Metall-Vertrauenskörpers von den gut 1.200 Besuchern der Betriebsversammlung bei MAN Diesel&Turbo in Oberhausen, als er den Solidaritätsbrief von Vertrauenskörperleitung und Betriebsrat an die Kolleginnen und Kollegen von Opel vortrug. Er führte aus, dass außer den 3.300 Beschäftigten bei Opel auch weitere 45.000 Beschäftigte bei Zulieferern und Dienstleistern betroffen sind.

Die Menschen in Oberhausen kennen die gravierenden Folgen der Arbeitsplatzvernichtung, hier sind in den letzten 30 Jahren über 50.000 Arbeitsplätze bei Kohle, Stahl und im Maschinenbau vernichtet worden. Auch bei MAN in Oberhausen sind in den 1990er Jahren rund zwei Drittel der Arbeitsplätze vernichtet worden. Die ganze Kraft der IG Metall müsse für die Kollegen bei Opel in Bochum und zur Organisierung einer aktiven Solidarität von Duisburg bis Dortmund, also im ganzen Ruhrgebiet, eingesetzt werden.

Der Beitrag sprach vielen aus dem Herzen, das war deutlich zu spüren. "Auf die Opelbelegschaft schauen wir hier alle, ob die sich erfolgreich zur Wehr setzen. Das wäre ein Signal für alle hier", so einige Kollegen am Rande der Versammlung.

19.12.12 - Unterschriftensammlung von Kolleginnen und Kollegen der Montage im Daimler-Werk Sindelfingen

Die folgende Unterschriften Sammlung wurde von 48 Kolleginnen und Kollegen aus der Montage des Werkes Daimler Sindelfingen unterschrieben:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum! Lieber Kollege Dirk Grützner!

Auch im Mercedes Werk Sindelfingen hat die geplante Schließung des Werkes Von Opel Bochum uns geschockt und empört. Besonders in eurer Region kann auf keinen einzigen Arbeits- oder Ausbildungsplatz verzichtet werden.

Kaltschnäuzig hatte der Opel-Vorstand der Belegschaft am letzten Montag die Werksschließung 2016 verkündet, um sich dann sofort aus dem Staub zu machen. Der VK-Leiter, der diese Herren zur Rede stellen wollte, wurde von den Security-Leuten zu Boden geworfen und in 'Würgegriff' genommen.

Wo leben wir denn, wenn Kollegen an den Hals gegangen wird, die nicht bereit sind, die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze emotions- und kampflos hinzunehmen? Die Solidarität mit euch Kolleginnen und Kollegen ist für uns Ehrensache!

Es darf kein zweites Nokia geben!
Lasst euch nicht brechen! Glückauf!"

19.12.12 - Solidarische Grüße sendet die Montagsaktion Bottrop

Wir möchten euch und euren Familien im Kampf um den Erhalt eurer Arbeitsplätze bestärken. Schon 2004 haben wir euren Mut und eure Entschlossenheit bewundert und uns an eure Seite gestellt.
Wir fühlen uns verbunden, denn euer Kampf sowie auch unser Kampf ist der gemeinsame Kampf für die Zukunft unserer Jugend.

Wir finden es richtig, dass die Werke erhalten bleiben, um emissionsfreie Antriebe und umweltschonende Verkehrssysteme zu produzieren.

Hier bei uns befinden sich die Bergleute und ihre Familien, durch die geplante Zechenschließung, in der gleichen Situation.

Tausende Arbeitsplätze sollen der Profitgier zum Opfer fallen und den Weg für das profiträchtige Gas-Fracking freimachen.

Wir müssen uns gemeinsam zur Wehr setzen gegen die massenhafte Arbeitsplatzvernichtung und die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Wir begrüßen und unterstützen das kämpferische Zukunftsprogramm und werden diesen in die Öffentlichkeit tragen.

Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen
Einstimmig beschlossen am 17.12.2012 auf der Montagsaktion Bottrop

19.12.12 - Kämpferischer Frauenrat und die Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen senden solidarische Grüße

Wir unterstützen aus ganzen Herzen euren Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze  mit allen den Möglichkeiten, die wir haben. Wir werden über Ländergrenzen hinweg die Frauenbewegung informieren und die Solidarität organisieren.

Wir haben beim Frauenpolitischen Ratschlag in Stuttgart das Frauenkomitee BASTA kennengelernt. Diese jungen und mutigen Frauen aus eurer Stadt und dem Werk haben überzeugend die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der internationalen Frauenbewegung mit der Arbeiterbewegung vorgetragen. Sie bekamen große Zustimmung bei den über 1000 Teilnehmerinnen. Die spanische Aktivistin der Bergarbeiterbewegung, die griechische Arbeiterin, die Frauen aus Asien und Lateinamerika kennen die Lage in den Automobilbetrieben sehr gut, denn auch dort drohen die Konzerne die Werke zu schließen und schicken die Leute in die Massenarbeitslosigkeit. Wir Frauen sagen Nein zu den Plänen des GM Mutterkonzern das Werk 2016 zu schließen.

Wir kritisieren die Haltung der Bundesregierung, wenn sie meinen, dass sie  jetzt für Opel nichts mehr tun können.  Wir greifen GM als Großkonzern an und fordern sie auf den Profit in emissionsfreie Technologie und umweltfreundliche Verkehrspolitik  zu investieren. Dadurch würden tausende neuer Arbeitsplätze entstehen. Die Zukunft der Region ist die Zukunft der Jugend, auch daher  unterstützen wir eure Forderungen um den Erhalt der Arbeitsplätze mit guten Löhnen, die zum Leben reichen und  gegen die Arbeitshetze.

Um den Kampf für die Zukunft zu gewinnen, müssen wir das vollständige Streikrecht durchsetzen!

Wer eure Existenz und die Zukunft der Jugend angreift, muss mit der ganzen Arbeiterkraft und Frauenbewegung rechnen!

Wir sind dabei, weil wir nicht mehr akzeptieren, dass nur Krisen, Armut, Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung, Gewalt und Kriege den Alltag von  immer mehr Frauen und ihren Familien beherrschen.

Herzliche und solidarische Grüße

i.A. Anne Wilhelm, Angelica Urrutia, Christiane Schröder
Kämpferischer Frauenrat und Europakoordinatorinnen!

19.12.12 - Ortsgruppe Hattingen im Frauenverband Courage e.V.

Vor acht Jahren haben wir gemeinsam mit den Freunden der Montagsdemo gegen Hartz IV Solidarität für euren 7-tägigen Streik entwickelt und es gab so viel Solidarität aus den Städten des Ruhrgebiets! Wir haben unsere Spenden euch damals persönlich überreicht und waren stolz darauf, euch zu unterstützen.

Heute steht ihr wieder vor Entlassungsplänen der Geschäftsleitung, die offensichtlich euren Kampf fürchtet:

Keine Zulassung von Fragen nach dem verkündeten Stilllegungsbeschluss für 2016, fluchtartiges Verlassen der Betriebsversammlung, Misshandlung durch belegschaftsfremde Security-Leute, kurzfristige Absage des "Tags der Offenen Für", wofür 40.000 bis 50.000 Leute gekommen wären!

Autos werden immer gebraucht, besonders die ohne fossile Brennstoffe, mit Brennstoffzellentechnik. Liegt hier nicht ein weites Feld für die Automobilindustrie?

Sind hier nicht die Arbeitsplätze für die Jugend? Wir fühlen mit euch und euren Familien, oder Frauen und Kindern und werden euch in eurem Kampf fest zur Seite stehen.

Herzliche Grüße!
i.A.
Silvia Lehnik
Brigitte Fröhlich
Ortsvorstandsfrauen

19.12.12 - 129 Hafenarbeiterinnen und -arbeiter unterschreiben Solidaritätserklärung

Bremerhaven (Korrespondenz): Gestern haben wir vor dem Gatehouse 1, Bremerhaven, unter den Kolleginnen und Kollegen der Autoverladung, den Kolleginnen und Kollegen vom Eurogate Terminal Bremerhaven u.a. mit der folgenden Solidaritätserklärung 129 Unterschriften gesammelt. Einige Kollegen haben sich Unterschriftenlisten mit in den Betrieb genommen und wollten auch weiter sammeln.

"Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Opel Bochum,

wir unterzeichnende Hafenarbeiter/innen erklären uns mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel solidarisch. Was der Hafen für uns ist, ist für Bochum das Opel-Werk. GM hat sich an Opel Bochum 2004 bereits die Zähne ausgebissen. Dass die 200 Kollegen mit dem selbständigen Streik am Dienstag, den 12.12., "klare Kante" gezeigt haben, war genau richtig – unsere Hochachtung. Wir wünschen euch Mut, Kraft, Ausdauer und Erfolg in eurem Kampf!"

18.12.12 - Vertrauenskörperleitung von Daimler Sindelfingen

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Opel-Werk Bochum,

die VKL der IG Metall Daimler Sindelfingen erklärt sich solidarisch mit der Belegschaft von Opel Bochum. Wir wünschen Euch zur Verteidigung Eurer Arbeitsplätze und gegen die Schließung des Werks viel Kraft, Mut und einen langen Atem. Bei unseren Kämpfen in Sindelfingen haben wir immer auch die Kraft der Solidarität gespürt.

Daher: Unserer Solidarität könnt ihr gewiss sein - Automobilarbeiter halten zusammen!

Wir meinen: Ihr habt ein Recht auf Zukunft!
Wir sind Sindelfingen, Ihr seid Opel! Wir stehen zusammen!
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
Ihr könnt auf die Solidarität der Sindelfinger Metaller und Metallerinnen zählen.

Mit solidarischen Grüßen
Joachim Nisch, VK-Leiter der IG Metall ,
Mercedes-Benz Werk Sindelfingen, Bela-Barenyi-Str. 1, 71063 Sindelfingen

18.12.12 - Herzlichen Glückwunsch von der Montagsdemo Marl

Herzlichen Glückwunsch zu eurem selbständigen Streik und Protestaktionen liebe Opelkollegen. Wir wissen es hoch zu schätzen unter dem Medienrummel und Todgesängen mit geradem Rückgrat für die Arbeiterinteressen einzustehen. Wir konnten unser Schmunzeln nicht verkneifen, als Eure Bosse den Tag der offen Tür absagten. Wie müssen denen die Knie zittern vor der Solidarität im Pott, wenn Bergleute, Chemiearbeiter und die Bevölkerung an einem Strang ziehen! Wir Arbeiter können noch mehr: ein Verkehrssystem ohne CO2-Ausstoß mit Leichtbauweise aus Kohlefaser in einer Kreislaufwirtschaft, wo Autobauer, Stahlkocher, Bergleute und Chemiearbeiter ihre ganze Fachkompetenz einbringen. Das haben wir heute Abend diskutiert.

Grüße bis bald!
Erholsame und nachdenkliche Feiertage wünschen wir Euch und uns.

Eure Montagsdemonstranten aus Marl

18.12.12 - Solidarität von der Vertrauenskörperleitung Daimler Wörth

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum,

Wir solidarisieren uns mit Euch gegen die angekündigte Schließung eures
Werks. Kurz vor Weihnachten euch so eine Mitteilung zu machen, ist an sich schon eine Frechheit. Dass der Vorstand sich dann nicht einmal herablässt Eure Meinung, Nöte und Ängste anzuhören und fluchtartig im Schutz von Sicherheitsleuten die Versammlung verlässt, die zweite Frechheit. Dass euer VKL-Vorsitzender auf der Betriebsversammlung dann von Security-Leuten angegangen wurde, als er den Vorstand zur Rede stellen wollte, ist an Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten.

Schon im Jahr 2004 habt ihr euer Werk mit einem 7-tägigen Streik vor der Schließung gerettet und wart damit Vorbild und Ansporn für viele Kolleginnen und Kollegen im Kampf für ihre Arbeitsplätze. 

Wir wünschen Euch und Euren Familien viel Kraft und den Mut, den Kampf um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. Wir wissen, dass das nicht leicht ist. Aber Ihr seid nicht allein, wir stehen hinter Euch und werden euren Kampf nach Kräften unterstützen.

Mit solidarischen Grüßen
Wolfgang Förster Helmut Dumser Volker Schaaf
Vorsitzender VKL-Leiter, Stellv. VKL-Leiter, VKL-Schriftführer

18.12.12 - Bremer Montagsdemo solidarisch

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum,

General Motors will euer Werk schließen und damit eure Arbeitsplätze und die der Zulieferindustrie vernichten. Wir wollen euch unsere uneingeschränkte Solidarität hiermit versichern.

Bereits Seit Jahren kämpft ihr für den Erhalt eurer Arbeitsplätze – das hat immer unsere Bewunderung und Solidarität hervorgerufen. Wir wünschen Euch und Euren Familien viel Kraft und den Mut, den Kampf um jeden Arbeitsplatz mit aller gebotenen Härte zu führen . Und wir sind sicher, dass eine riesige Woge der Solidarität aus ganz Deutschland und darüber hinaus euren Kampf unterstützen und beflügeln wird.

Herzliche Grüße!
Einstimmig verabschiedet auf der 405. Bremer Montagsdemo am 17.12.2012
(ca. 30 Teilnehmer waren anwesend)

18.12.12 - Hoeschianer an der Seite der Opelaner

Liebe Opelanerinnen und Opelaner,

uns erreichte die traurige Nachricht, dass euer Werk in Bochum 2016 in der jetzigen Form geschlossen werden soll. Wir verfolgen schon seit langem die Diskussion um Euer Werk und den Standort Bochum. Wir sind alle ein Teil des Ruhrgebietes, unsere Heimat und das was bei euch geschieht, betrifft uns alle.

Wir HSP-ler sind bestürzt über diese Entscheidung, auch wenn es abzusehen war, was der Vorstand mit Euch vor hatte. Umso mehr sollen diese Herren nun wissen, was es bedeutet, sich mit Euch und unserer Region anzulegen.

In der Geschichte unseres Unternehmens haben wir festgestellt wie wichtig Solidarität ist. Die Hoesch AG wurde in den 1990er Jahren "feindlich" von Krupp übernommen und im Zuge dieser Aktion viele Stahlstandorte im Ruhrgebiet geschlossen. Diese Schließungen liefen leider zu ruhig und mit zu wenig Widerstand ab. 1999 wollte ThyssenKrupp HSP an unseren Konkurrenten Arcelor verkaufen, was einer Schließung gleich gekommen wäre. Durch einen selbständigen Streik, Demonstrationen und viel Öffentlichkeitsarbeit haben wir uns diesen Plänen entgegen gestellt und am Ende unser Werk und den größten Teil der Arbeitsplätze erhalten. Anstatt an Arcelor wurden wir an die Salzgitter AG verkauft. Diese Entscheidung hat bislang unsere Arbeitsplätze erhalten. In dieser Zeit haben wir Unterstützung von anderen Unternehmen – auch von Euch - erhalten und festgestellt, dass wir mit unserem Problem nicht alleine da stehen.

Diese Erfahrung macht uns bis heute stark und entschlossen, der rauen See in Zukunft zu trotzen.

An der Miesere, in der Opel seit längerer Zeit steckt, ist niemand von Euch Schuld oder kann etwas dafür. Um die Nr. Eins auf dem Automarkt zu werden, hat jeder Autokonzern die Kapazitäten ausgebaut, als ob wir uns jedes Jahr ein neues Auto kaufen könnten! Mit Abwrackprämien und anderen Maßnahmen haben Regierungen den Absturz der Autoproduktion durch den Ausbruch der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 abgefedert. Der Effekt ist jetzt dahin und dazu kommt verschärfend die Vertiefung der Wirtschaftskrise in Südeuropa als Folge der Verschuldungskrise. An dieser Krise knüpfen seit dem immer weitere Krisen an, die uns bis heute belasten. Offensichtlich kann die Politik die Finanzmärkte und das Kapital einfach nicht in den Griff bekommen und wir, die abhängig Beschäftigten sind die Leidtragenden. 

Gerade wir Europäer sind stark von der Schuldenkrise betroffen und die südeuropäischen Länder sehen einer nicht sonderlich rosigen Zukunft entgegen. 

Wer soll denn da ein Auto kaufen, wenn das Geld fehlt und man nicht weiß, was morgen aus einem wird?

Europa ist der wichtigste Markt für Opel, doch hier ist auf Grund dieser Situation nichts zu holen. Die Märkte, die noch zu haben sind, bleiben aufgrund der Unternehmensführung von GM für Euch verschlossen. Daran seid nicht Ihr, die Mitarbeiter schuld. Das ist unsere Sicht auf eure Lage, in der ihr momentan seid.

Wir hoffen, dass ihr euch nicht einfach auf Sozialpläne einlasst, Abfindungen einsteckt oder auf leere Versprechungen hereinfallt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Instrumente kaum jemanden zufriedenstellen konnten. Ihr seid wichtig für die ganze Region und ein Verzicht auf Euch und Euer Werk wäre ein herber Verlust für uns, die Arbeitsplätze in der Stahlindustrie, die Ruhrindustrie und die Menschern dort  insgesamt.

Was auch immer Ihr vorhabt und plant, lasst es uns wissen, damit wir Euch dabei unterstützen können. Wir, die Hoeschianer stehen an Eurer Seite.

Ein herzliches Glückauf!

VKL-HSP Dortmund
steiniger@hsp.spundwand.de, Tel. 0231/185 6405
Dominik Böhm, Uwe Steiniger, Jens Koschinski

18.12.12 - Vertrauenskörperleitung von ThyssenKrupp Tailored Blanks

Die Belegschaft von ThyssenKrupp Tailored Blanks sendet Euch kämpferische Grüße. Ihr seid voll im Recht, wenn Ihr Euch nicht dem Abgesang auf einen der bedeutendsten und traditionsreichsten Betriebe im Ruhrgebiet anschließt und Ihr setzt Euren 2004 eindrucksvoll bewiesenen Kampfwillen konsequent fort. Das verdient nicht nur unter uns Arbeitern den tiefsten Respekt!

Die Stilllegung von Opel Bochum mag sich in Bilanzberichten und Vorstandsbeschlüssen als profitgetriebene "Option" darstellen und man kann noch so versuchen, uns vor den Karren der vermeintlichen betrieblichen Notwendigkeit dieser "Option" spannen wollen. Für die Belegschaften im Ruhrgebiet und darüber hinaus muss klar sein: Die Schließung von Opel Bochum ist keine Option für die Arbeiter, ihre Familien und alle mit ihnen und ihrem Kampf verbundenen Menschen. Vom Arzt über den Becker im Stadtteil zum Arbeiter und Ingenieur im Zuliefererbetrieb. Keine Option!

Auch wir haben unserem künftigen Eigentümer, dem chinesischen Stahlhersteller WISCO keine Option gelassen - Arbeitsplatzgarantie für fünf Jahre, aber ohne Öffnungsklauseln und Härtefallregelungen. Die gibt es im Zweifel für uns auch nicht! Trotzdem wissen auch wir, dass der Kampf erst da beginnt und da haben wir schon viel von Euch gelernt!

Lasst uns weiter voneinander lernen und gemeinsam um unsere Arbeitsplätze kämpfen.

Hans-Jürgen Keinowski
ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH
Vertrauenskörperleitung
Stellv. Betriebsratsvorsitzender

18.12.12 - Hamburger Montagsdemo solidarisch mit Opelanern

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel-Bochum!

Mit großer Anteilnahme verfolgen wir euren Kampf gegen die Vernichtung eurer Arbeitsplätze, für eure und die Zukunft eurer Familien und Kindeskinder. Das beispiellos arrogante Auftreten der GM-Manager auf eurer Belegschaftsversammlung und vor allem deren unrühmlicher Abgang zeigen aber zugleich, wie viel Angst diese Herren vor einer selbstbewussten Belegschaft haben!

Ähnliches erleben wir derzeit auch in Hamburg. Seit nunmehr sechs Wochen kämpfen die 200 Kolleginnen und Kollegen von Neupack mit einem unbefristeten Streik für einen Tarifvertrag, für Löhne, die zum Leben reichen und gegen die alltägliche Unternehmerwillkür. Die Solidarität in Hamburg ist beeindruckend, einschließlich der unserer Montagsdemo. Und die steht genauso hinter euch, steht für die kämpferische Einheit von Arbeitenden und Arbeitslosen!

Keine Stilllegung von Opel-Bochum!

Mut, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen wünscht euch Eure Hamburger Montagsdemo!

18.12.12 - Montagsdemo Lübeck solidarisch

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum,

vor einer Woche wurde bekannt, dass General Motors plant, bis 2016 das Opelwerk in Bochum zu schließen und über 3000 Arbeitsplätze zu zerstören. Wir Lübecker Montagsdemonstrantinnen und –demonstranten gegen Atom sind von dieser Nachricht betroffen und empört. Erneut sollen Tausende Familien in die Arbeitslosigkeit und Not gestoßen werden.

Als Umweltschützer finden wir es besonders interessant, dass unter euch die Forderung nach einem emissionsfreien Auto diskutiert wird. Das könnte ein Beitrag zur Vermeidung vom klimaschädlichen CO2 sein und zugleich könnten Arbeitsplätze erhalten werden.

Umweltbewegung und Arbeiterbewegung müssen zusammenhalten und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur gemeinsam sind wir stark.

Lasst euch im Kampf um den Erhalt jedes Arbeitsplatzes nicht unterkriegen. Wir stehen an der Seite von euch und euren Familien.

(Solidaritätsadresse einstimmig verabschiedet am 17.12. auf der Lübecker Montagsdemo bei einer Enthaltung)

18.12.12 - Solidaritätsgrüße von der Montagsdemo Rostock

Liebe Kollegen von Opel,

wir sind empört, das GM aus Profitgründen das Werk Bochum schließen und damit tausende Arbeitsplätze vernichten will. Ihr sollt für die Profite von GM bluten. So dürfen wir nicht rechnen. Es geht hier darum, dass die Arbeitsplätze erhalten werden für euch und für die Jugend.

Deswegen begrüßen wir es, dass ihr den Kampf um eure Arbeitsplätze aufgenommen habt und stehen dabei solidarisch an eurer Seite.

Wir werden auf den Montagskundgebungen die Menschen darüber informieren und euch in jeder möglichen Weise unterstützen.

Es grüßt euch die Rostocker Montagskundgebung

18.12.12 - Einstimmig verabschiedete Grüße vom Ortsjugendausschuss Remscheid/Solingen

Liebe Kollege und Kollegien,

mit Erschrecken haben wir vernommen, dass 2016 in Bochum kein Opel mehr produziert werden soll.

Damit sind aber nicht nur ca. 3.800 Arbeitsplätze von euch weg, sondern auch hier im Bergischen Land werden Arbeitsplätze sowie Ausbildungsplätze bedroht sein. Somit ist euer Kampf auch unser Kampf.

Mit Freude haben wir eure Antwort einen Tag nach der Betriebsversammlung aufgenommen. Dass die Bänder standen, ist genau die richtige Antwort auf die Werksschließung.

Zeigt GM und Opel, dass ihr bereit seit, um jeden einzelnen Arbeitsplatz und Ausbildungsplatz zu kämpfen. Lasst uns ihnen zeigen, wer am längeren Hebel sitzt, wer die Gewinne und ihren Wohlstand erarbeitet.

Seid euch sicher, unsere Solidarität und Unterstützung habt ihr.

Kämpferische Grüße, euer OJA Remscheid-Solingen

18.12.12 - Solidaritätsresolution der Montagsdemo Essen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere letzte Montagsdemonstration in diesem Jahr begehen wir traditionell mit Wünschen für das neue Jahr. Auf unserer Wunschliste ganz oben steht, dass Ihr weiter soviel Mut und Ausdauer im Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel zeigt. Wir werden Euch dabei mit allen unseren Mitteln tatkräftig unterstützen und mithelfen, die Solidarität zu organisieren.

Wir beglückwünschen Euch zu Eurem mutigen selbständigen Streik am 11.12. Ihr habt damit ein wichtiges Signal gesetzt gegen eine Meinungsmache, es sei eh alles gelaufen. Im Interesse aller Arbeiter und insbesondere der Zukunft der Jugend müssen wir – die Arbeiter - entscheiden, was notwendig und dafür zu tun ist.

Wir meinen: kein Arbeits- und Ausbildungsplatz darf kampflos aufgegeben werden. GM und der Opel-Vorstand dürfen mit ihrem menschenverachtenden Existenzen-Vernichtungsprogramm aus Profitgier in ihrer Schlacht um den Weltmarkt nicht durchkommen!

Etwaige Vorhaben eines neuen Logistikzentrums oder ähnlichem können den Verlust tausender Industriearbeits- und Ausbildungsplätze und der Zulieferbetriebe nicht wettmachen.

Auf der Montagsdemonstration erleben wir jede Woche, was es bedeutet, mit Hartz IV leben zu müssen.

Welche Angst die GM/Opel-Bosse vor Euch und der Solidarität des Reviers und darüber hinaus haben, zeigte die kurzfristige Absage der Jubiläumsfeier am Samstag. Wir sind weiter an Eurer Seite.

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein erholsames Weihnachtsfest, um Kraft zu schöpfen für den weiteren Kampf und einen guten Rutsch in das Jahr 2013.

Mit solidarischen Grüßen!
i. A. Miriam Urbat (Moderatorin Montagsdemonstration Essen)

18.12.12 - Solidaritätserklärung der Montagsdemo München gegen Hartz IV und Sozialkahlschlag

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Empörung haben wir erfahren, dass Opel-Chef Sedran  auf der Belegschaftsversammlung am 10. Dezember die Schließung des Bochumer Werkes 2016 bekannt gab und sich dann aus dem Staub machte, zu feige um den Arbeitern Rede und Antwort zu stehen. Es ist nicht hinzunehmen, dass gegen protestierende Arbeiter mit Gewalt vorgegangen wurde.

Tausende Arbeitsplätze sollen in Bochum dadurch vernichtet werden.
An jedem Arbeitsplatz hängt die Existenz einer Familie. Als Montagsdemo gegen Hartz IV wissen wir nur zu gut, wie sich der Verlust des Arbeitsplatzes auf die Familien auswirkt.

Jeder Arbeitsplatz der heute vernichtet wird, fehlt auch der nächsten Generation. Soll die Perspektive für die Jugend Hartz IV oder Niedriglohn sein? 

Mit dem selbständigen Streik am 11. Dezember habt ihr der Provokation des Vorstands die richtige Antwort gegeben. Es geht ja nicht allein um Opel – bei Ford, PSA, Siemens, NSN und vielen anderen Betrieben stehen die Kolleginnen und Kollegen vor einer ähnlichen Situation. Euer Kampf geht alle an und gibt Mut! 

Wir unterstützen euren Kampf um den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze von ganzem Herzen und wünschen euch viel Erfolg. Wir werden ihn weiter bekannt machen und die Solidarität verbreitern.
Arbeitende und Arbeitslose – gemeinsam gegen Arbeitsplatzvernichtung und Hartz-Gesetze.

Solidarische Grüße, Münchner Montagsdemo gegen Hartz IV

18.12.12 - Die Montagsdemo Kassel grüßt die Opelaner

Wir, die Montagsdemo Kassel, unterstützen das kämpferische Zukunftsprogramm. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz ist das Anliegen, wofür auch wir seit 2004 Woche für Woche auf die Straße gehen.

Es darf keinen Weihnachtsfrieden geben. Dieser Kurswechsel von Konzernvorständen und Regierung hin zur Abwälzung der Krisenlasten auf die Beschäftigen fordert uns alle heraus. Wir können nur noch international einen Kampf dagegen aufbauen. 

Wir sind mit dem Herzen bei euch!!
Eure Kasseler Montagsdemonstranten 

18.12.12 - Solidaritätserklärung der Reutlinger Montagsdemo

Wir, die Reutlinger Montagsdemo gegen Hartz IV und Sozialabbau, sind uneingeschränkt solidarisch und unterstützen euren Kampf für den Erhalt eurer Arbeitsplätze. Die Schließungspläne müssen vom Tisch! Wir sind empört über das Verhalten des GM/Opel-Vorstands.

Arbeitende und Arbeitslose müssen sich zusammenschließen im Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz. Wir ordnen uns nicht der Profitlogik unter, dass es für immer mehr Menschen keine Arbeitsplätze geben soll. 

Mit diesem Angriff auf eine kämpferische Belegschaft dürfen sie nicht durchkommen, deshalb muss die Arbeiter- und Volksbewegung zusammenhalten. 

Mit solidarischen Grüßen
Die Montagsdemo Reutlingen
(Einstimmig angenommen am 17.12.2012)

18.12.12 - Montagsdemonstration Mülheim an der Ruhr an die Belegschaft und Betriebsrat von Opel/Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Der Vorstand hat feige gekniffen und die Veranstaltung am letzten Samstag zu 50 Jahre Opel abgesagt. Es wären sicher viele Tausende und auch welche von uns da gewesen, um ihre Solidarität zu zeigen. 

Wir stehen seit acht Jahren im Protest gegen die Hartz-Gesetze. Unsere Teilnahme bei eurer Demonstration im Jahr 2004, dieses Gefühl der Stärke und Solidarität, war für uns eine wichtige Grundlage, dieses Durchhalte-vermögen zu haben. Nur wer kämpft, kann gewinnen!

Arbeiter und Arbeitslose müssen gemeinsam kämpfen, das ist eine grundlegende Zielsetzung unseres Protestes. Dafür stehen wir auch jetzt. Die GM-Bosse dürfen mit ihren Plänen nicht durchkommen.

Wenn die GM-Bosse sich durchsetzen, sind nicht nur zigtausende Arbeitsplätze weg. Durch die Ausweitung von Zeit- und Leiharbeit mit den Hartz-Gesetzen wird heute jeder entlassene Opelarbeiter, sollte er überhaupt noch einen Arbeitsplatz bekommen, nur noch als Leiharbeiter und zu Billiglohn eingestellt. Das darf nicht so weiter gehen. 

Wir erklären uns mit dem Kampf gegen die Stilllegungspläne solidarisch und stehen bereit, aktiv bei jeder Aktion teilzunehmen und dafür zu mobilisieren.

Mit solidarischen Grüßen
Montagsdemonstration Mülheim an der Ruhr

18.12.12 - Montagsdemo gegen Hartz-Gesetze Saarbrücken

Liebe Opelaner in Bochum,

schon einmal haben wir Euch unsere Grüße geschickt: die kamen von unserer Montagsdemo Saarbrücken genau am 18.10.2004.

Damals standet Ihr im selbständigen Streik und habt dem damaligen Kanzler der Bosse, Gerhard Schröder, der auch die Hartz-Gesetze zu verantworten hat, schlaflose Nächte bereitet und ebenso den damaligen GM-Bossen Forster und Henderson.

Eine Delegation unserer Montagsdemo hat Euch seinerzeit besucht, Spenden gesammelt und viel von Eurem know-how und Eurem Mut gelernt.
Oft haben wir damals gehört: "Das ganze Kämpfen bringt ja doch nichts, die Manager machen eh, was sie wollen."

Aber seit dieser Zeit vor acht Jahren produziert Ihr in Bochum bis heute und ernährt von Euren Löhnen und Gehältern Euch und Eure Familien!

Vor allem hat sich seitdem ein Riesenschatz an Kampferfahrungen angesammelt bei Euch und auch bei unserer Montagsdemo. Aus kleinen und großen Siegen und Niederlagen haben wir alle gelernt.

Mehrere Stunden Streik am 11. Dezember 2013 waren genau die richtige Antwort auf die jüngste unverschämte Schließungsandrohung durch OPEL-Chef Sedran. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt! Wenn Ihr den Kampf aufnehmt, hat das große Bedeutung in der ganzen BRD und darüber hinaus, finden wir.

Wir verpflichten uns als Montagsdemo Saarbrücken, Euch zur Seite zu stehen. Wenn's drauf ankommt, sind wir wieder bei Euch in Bochum und wir wollen hier in Saarbrücken unseren Beitrag zur Solidarität leisten.

Schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Eure Montagsdemo Saarbrücken
(einstimmig verabschiedet auf unserer Weihnachtsfeier von ca. 20 Personen)

18.12.12 - Montagsdemo Halle erklärt sich solidarisch

Liebe Opelaner,

Die Montagsdemo aus Halle an der Saale erklärt sich solidarisch mit eurem gerechten Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung und für höhere Löhne. Es kann nicht hingenommen werden, dass die Krisenlasten der Banken und Konzerne auf die Stammbelegschaften, Leiharbeiter, Arbeitslosen und anderen Schichten der Bevölkerung abgewälzt werden. Wir müssen dagegen zusammen stehen! Gegenseitige Unterstützung und Solidarität stärkt die Kampfmoral. Wir versichern euch, dass wir auch in Zukunft fest an eurer Seite stehen werden und euren Kampf überall bekannt machen, nicht nur auf der Montagsdemo, sondern auch in unserem Freundeskreis, auf Arbeit, usw...

Solltet ihr euch für einen Streik entscheiden, werden wir selbstverständlich hier Spenden für eure Streikkasse sammeln.

Mit solidarischen Grüßen,
Montagsdemo Halle

18.12.12 - Solidarische Grüße von der Montagsdemo Recklinghausen

Liebe Opel-Kolleginnen und -Kollegen,

Wir Montagsdemonstranten sind empört, wie mit euch umgesprungen wird.
Jahrelanges Massenmobbing und jetzt die Bekanntgabe der geplanten Schließung kurz vor Weihnachten und ohne sich der Diskussion mit euch zu stellen.

Während GM umgerechnet 3,2 Milliarden Euro für den Rückkauf des Europageschäfts ihrer eigenen Hausbank GMAC springen lässt, soll aus den Arbeitern das letzte rausgeholt werden.

Welche Angst müssen sie vor eurem Kampf haben, wenn sie sogar Bodyguards heimlich in der Betriebsversammlung positionieren und den Jubiläumstag aus Angst vor einer breiten Solidarität absagen!

Euer selbständiger Streik in der Fertig- und Endmontage am Dienstag war da genau richtig. Er ermutigt auch andere Belegschaften, den Kampf für die Arbeiterinteressen aufzunehmen. Wir erklären unsere volle Solidarität und wünschen euch viel Erfolg!

Wir versprechen, euch bei einem Streik am Tor zu besuchen, Kaffee mitzubringen und die Solidarität in Recklinghausen weiter zu verbreitern.

Solidarische Grüße
Montagsdemo Recklinghausen

18.12.12 - Wählerinitiative Horst Dotten (Bundestagswahlkandidat für die MLPD in Essen)

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Opel Bochum,

wir haben gestern auf der Wählerinititiative über euren selbstständigen Streik vom 11. Dezember gesprochen. 

Das war genau die richtige Antwort auf die Schließungspläne von Opel im Jahr 2016. Dieser Streik war mutig und setzt ein Signal für die Arbeiter in Deutschland und Europa. Schon euer Streik im Jahr 2004 war ein Vorbild. 

Immer mehr Belegschaften sind mit Entlassungen konfrontiert. Deshalb müssen die Arbeiter sich zusammen schließen und ihre Kämpfe koordinieren und gemeinsam führen. Eurer Schritt war genau richtig. Die Menschen im Ruhrgebiet sind stolz auf euch. Sie werden euch unterstützen. Ihr müsst in diesem Kampf vorangehen. Überzeugt die Kollegen, die noch zaudern. 

Es gibt nur den Weg des gemeinsamen Kampfes über Ländergrenzen hinweg. Die Arbeiter sind nicht nur in der Lage Autos zu bauen, sie sind auch in der Lage sich eine Zukunft zu erkämpfen. Im echten Sozialismus wird für die Interessen der Menschen produziert, z.B. schadstoffarme Autos. Die Kapitalisten vernichten nicht nur Arbeitsplätze, sie zerstören auch die Umwelt. Wir wollen Arbeitsplätze in einer gesunden Umwelt. Dabei zählen wir auf euch.

Unsere Wählerinitiative, die sich für den Metallarbeiter Horst Dotten einsetzt, der selber aktiv im Kampf um jeden Arbeitsplatz steht, wird euren Kampf in Essen weiter bekannt machen. Wir sind solidarisch und stehen fest an eurer Seite. Es ist unser gemeinsamer Kampf.

17.12.12 - Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg

Wir 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung der MLPD Baden-Württemberg und Stuttgart-Sindelfingen "Wie weiter im Kampf gegen Stuttgart 21" am 15.12.2012 in Stuttgart senden euch unsere solidarischen Grüße.

Gegen das unsinnige Megaprojekt "Stuttgart 21", das Milliarden verschlingt und die Umwelt zerstört, wird seit Jahren in Stuttgart von einer breiten Volksbewegung gekämpft.

Ihr kämpft für den Erhalt eurer Arbeitsplätze – gegen die Werkschließung in Bochum, die eure Existenz, die eurer Familien bedroht.

Unserem Kampf ist gemeinsam, dass das internationale Finanzkapital aus Profitsucht die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört. Die Konzerne plündern die natürlichen Ressourcen aus, pressen aus den Arbeitern Maximalprofite heraus.

Ihr habt mutig ein Zeichen gesetzt, sofort gegen die Arbeitsplatzvernichtung den Kampf aufgenommen - ihr habt unseren Respekt und unsere Solidarität!Wir stehen an eurer Seite. 

Feige hat der Opel-Vorstand die geplante Jubiläumsfeier abgesagt  - dies zeigt eure Kampfansage war genau richtig!

Auch auf unserer Veranstaltung sind zahlreiche Kollegen aus Automobil- und Zulieferbetrieben anwesend, denn sie setzen sich für die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung ein.

Heute gibt es hervorragende Möglichkeiten gerade auch im Automobilbereich umweltfreundliche Technologien für emissionsfreie Autos und ein fortschrittliches Verkehrssystem. Dafür werden alle Arbeitsplätze gebraucht.
Bereits Marx hat die Natur als "Mutter" der Arbeit und die Arbeit als "Vater" allen Reichtums an Gebrauchswerten bezeichnet. Der Kampf um den Erhalt unserer Arbeitsplätze muss in Einheit mit der Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft geführt werden.

In diesem Sinne  wollen wir uns zusammenschließen und gemeinsam kämpfen!

Herzliche und solidarische Grüße aus Stuttgart und ganz Baden-Württemberg

17.12.12 - "Kumpel für AUF - Im Vest" an die Opelaner

An die Belegschaft, den IG Metall-Vertrauenskörper und den Betriebsrat des Bochumer Opel-Werks

Wir von der überparteilichen Bergarbeiterbewegung "Kumpel für AUF" stehen fest an eurer Seite im Kampf gegen die Schließung des Bochumer Werks und seinen Tod auf Raten. Wir begrüßen die selbständige Streikaktion am Dienstag. Das ist die richtige Antwort auf die unverschämte Provokation des GM-Vorstands. Sie macht auch den Kumpel Mut. Die immer wieder gestreuten Hoffnungen auf eine Einsicht von Managern oder Politikern haben sich als Sackgasse erwiesen. Die Zeit des Handelns ist gekommen. Empörend ist, dass euer VK-Leiter am Rande der Betriebsversammlung von Security-Leuten misshandelt wurde. Wer einen von uns angreift, der greift und alle an!

Seit langem gibt es zwischen Vertrauensleuten der IG BCE auf Zeche Auguste Victoria und der IG Metall bei Opel Bochum ein festes Band der Solidarität. Vor fünf Jahren wurde als Symbol dafür der Blitz und ein Schlägel zusammen geschmiedet. Jeder kann das vor der Pauluskirche in Marl sehen. Die Verbundenheit zwischen Bergleuten und Opelanern reicht bis in die 1980er und 1990er Jahre zurück. Im Zuge des Zechensterbens fanden damals ehemalige Bergleute bei Opel Arbeit. Schon damals platzte die Lüge, durch einen angeblichen "Strukturwandel" wäre die Zukunft gesichert.

1997 haben wir mit einem selbständigen Streik auf allen Zechen das von Bundeskanzler Kohl betriebene sofortige Aus für den Bergbau verhindert. Das ganze Revier und ihr haben uns damals unterstützt. 2004 seid dann ihr in die Offensive gegangen und habt mit einem selbständigen Streik die Schließungspläne für das Bochumer Werk erst einmal durchkreuzt. "Kumpel für AUF" und viele Bergleute haben euch unterstützt. Das wollen wir auch jetzt wieder tun.

Wir Bergleute und unsere Familien sind in einer ganz ähnlichen Lage wie ihr. Auf Beschluss der EU-Kommission sollen alle Kohlezechen in Europa bis spätestens 2018 stillgelegt werden. Dabei würden im Ruhrgebiet mehrere Zehntausend Arbeits- und Ausbildungsplätze auf der Strecke bleiben. Diese Vernichtung von Arbeitsplätzen soll den Weg frei machen für das profitträchtige Gas-Fracking aus Kohleflözen. Das ist ein gigantisches Umweltverbrechen, welches die Lebensgrundlage aller Menschen in unserer Region bedroht durch die Vergiftung des Trinkwassers, der Zerstörung fruchtbaren Ackerlands und einer Beschleunigung der Klimakatastrophe durch Ausstoß von Methan.

Für die Zukunft unserer Kinder und der Jugend ist es an der Zeit, im ganzen Ruhrgebiet gemeinsam um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen. Auf "Kumpel für AUF" könnt ihr ohne Wenn und Aber zählen. Wir werden euren Kampf unter den Bergleuten und ihren Familien bekannt machen, die Solidarität organisieren und alle zum gemeinsamen Kampf ermuntern!

Herzliches Glück AUF
Kumpel für AUF im Vest

17.12.12 - IGBCE-Seminare an die Kolleginnen und Kollegen von Opel in Bochum

An die Kolleginnen und Kollegen von Opel in Bochum.

Liebe Kolleginnen und Kollegen seit Jahren kämpft ihr schon um dem Erhalt eurer Arbeitsplätze und damit auch um eine Zukunft für die Jugend und die ganze Region. Wir Teilnehmer aus verschiedenen Betrieben der IGBCE-Seminare "Grundlage der srategischen Kommunikation" von 09.12 bis 14.12.12 im Haltern am See sind solidarisch und unterstützen euren Kampf für den Erhalt eurer Arbeitsplätze.

Die Schließungspläne müssen vom Tisch!

Mit solidarischen Grüßen

16.12.12 - Solidaritätserklärung der Veranstaltung der MLPD Esslingen am 13. Dezember zur Vorstellung der Initiative für eine Umweltgewerkschaft

Wir schicken Euch die herzlichsten Grüße. In Eurem "Zukunftsprogramm" haben wir die Forderung nach emmissionsfreien Antrieben gelesen. Solche Antriebe herzustellen, wäre auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Aber GM/Opel will nur den Maximalprofit und Ihr sollt auf die Straße fliegen. Was für ein Widersinn!

2004 habt Ihr schon gezeigt, was in Euch steckt. Auch hier im tiefen Süden schauen wir, ob ihr Euch wieder für einen Kampf entscheidet. Unsere Solidarität und Unterstützung habt ihr auf alle Fälle!

Verabschiedet von 19 Besuchern der Veranstaltung bei einer Enthaltung

16.12.12 - Kumpel von Auguste Victoria solidarisch mit Opelanern

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel,

heute vormittag haben vor ihrer Betriebsversammlung 263 Kumpel von Auguste Victoria/Marl sich mit dem Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel solidarisch erklärt mit ihrer Unterschrift auf einem Transparent. Für die meisten Kumpel war es eine Selbstverständlichkeit für die Opelaner zu unterschreiben. Zeitweise bildeten sich kleine Schlangen vor dem Transparent.

Einige meinten, dass ein gemeinsamer Kampf angebracht wäre, denn es ginge um dieselbe Sache - Stilllegung Opel, Stilllegung Zechen.

Glück Auf und vollen Erfolg wünschen euch die Organisatoren der Unterschriftensammlung

16.12.12 - Delegiertenversammlung der IGM Chemnitz

Liebe Opelaner,

Die Delegiertenversammlung der IGM Chemnitz erklärt sich solidarisch mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz. Es ist empörend wie Vorstände die Schließung durchziehen wollen. Damit dürfen sie nicht durchkommen. Wir brauchen die Arbeitsplätze jetzt und besonders für die Jugend. Wir wünschen euch viel Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen in eurem Kampf und werden das nach Möglichkeiten unterstützen.

Ein herzliches Glück Auf
aus Chemnitz und der Erzgebirgsregion

Einstimmig verabschiedet von den 116 Teilnehmern der Delegiertenversammlung am 12.12.2012

16.12.12 - Video von der Aktion am letzten Freitag

15.12.12 - Solidaritätsgrüße von VW Financial Services aus Braunschweig

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum, 

Wir sind solidarisch mit Euch gegen die angekündigte Schließung eures Werks. Der Beschluss selbst und die Art und Weise des Vorstands, Euch das kurz vor Weihnachten so kaltschnäuzig mitzuteilen und dann die BV zu verlassen, empört uns. Unglaublich ist, dass Euer VK-Leiter auf der Betriebsversammlung von Security-Leuten angegangen wurde, als er den Vorstand zur Rede stellen wollte! 

Wir wünschen Euch und Euren Familien viel Kraft und den Mut, den Kampf um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. Wir wissen, dass das nicht leicht ist. Aber Ihr seid nicht allein, wir stehen hinter Euch.

Herzliche Grüße
Vertrauenskörper der IGM bei VW Financial Services in Braunschweig
Einstimmig beschlossen auf der VK-Sitzung am 13.12.2012

15.12.12 - Courage Duisburg an die Opelkolleginnen und Opelkollegen in Bochum und ihre Familien

Wir vom Frauenverband Courage aus Duisburg wollen Euch aus ganzem Herzen unsere Solidarität im Kampf um Eure Arbeitsplätze und gegen die Werksschließung bekunden. Unser Frauenverband ging  aus einer kleinen Frauengruppe, die während des Arbeitskampfes in Rheinhausen entstand und später dem Frauenverband Courage beigetreten ist, hervor. Wir denken oft noch an den Rheinhauser Arbeitskampf vor 25 Jahren und die große Solidarität. Wir haben damals gelernt, wie man als ganzer Stadtteil kämpft.  Aus dem Arbeitskampf haben wir die Lehren gezogen,  wachsam zu sein gegenüber faulen Kompromissen und Lügen über neue Arbeitsplätze. Wir wissen, wie wichtig der Kampf um den Erhalt jeden Arbeitsplatzes auch für die Zukunft unserer Kinder ist. Deshalb ist es notwendig, mit ganzer Kraft darum zu kämpfen, und wir sagen  Euch unsere Unterstützung im Rahmen unserer Möglichkeiten zu.

Gebt nicht auf! Wir sind dabei!

Mit solidarischen Grüßen aus der Stahlstadt Duisburg
Die Duisburger Courage-Frauen

15.12.12 - Videos aus dem Werk während der Bandabschaltung zur Infoveranstaltung am Freitag

Videos von der Aktion bei Opel in Bochum am 14. Dezember sind auf dem "YouTube"-Kanal "Videos für Gewerkschafter" zu finden (bei "im Kanal suchen" das Stichwort "Opel" eingeben). Das erste ist ein Video aus der Werkshalle und zeigt die Rede des stellvertretenden Vertrauenskörperleiters Steffen Reichelt zu seinen Kollegen am 14.12. (und nicht wie irrtümlich berichtet am 11.12.). Das zweite ist ein Zusammenschnitt der Berichte des ZDF und von ntv. Im dritten Video berichtet ein Fließbandarbeiter und Mitglied der Delegiertenversammlung der IG Metall von dem selbständigen Streik am Dienstag.

14.12.12 - Solidarität aus dem Medizinischen Versorgungszentrum Duisburg-West in Duisburg-Rheinhausen

Liebe Opel-Kolleginnen und Kollegen,

im Kampf um die Arbeitsplätze und den Erhalt eures Werkes in Bochum sind wir mit euch solidarisch und wollen euch nach Kräften unterstützen. Im Arbeitskampf der Kruppianer in Rheinhausen hieß es vor 25 Jahren: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Viel Erfolg und solidarische Grüße

Alle 8 Ärzte und 12 medizinische Fachangestellte des Medizinischen Versorgungszentrum Duisburg-West in Duisburg-Rheinhausen einstimmig ohne Enthaltung verabschiedet auf der heutigen Mitarbeiterversammlung des MVZ Duisburg-West

i.A. Dr. med. Günther Bittel

P.S.: Die Kolleginnen und Kollegen haben auch alle euer Zukunftsprogramm unterschrieben und sammeln weiter dafür Unterschriften

14.12.12 - Opelaner künftig als Hausmeister?

Die Ruhrgebietsausgabe der Bild-Zeitung bringt auf Seite 4 die riesige Schlagzeile: "Opelaner, hier sind eure neuen Jobs!" Drei Firmen warten angeblich auf die Bewerbungen von Opel-Arbeitern. Darunter ausgerechnet die für ihr rigoroses Vorgehen gegen ihre Mieter bekannte Wohnungsbaugesellschaft Deutsche Annington. Opelaner sollen hier als Hausmeister/Objektbetreuer anfangen. Suggeriert werden soll, lieber jetzt was suchen, solange noch Arbeitsplätze vorhanden sind. Das soll wohl die Diskussionen in den Familien über Weihnachten prägen? Annington nutzt die Not der Arbeitslosen, um ihre Hausmeister mit Niedriglöhnen abzuspeisen. Hausmeister/Objektbetreuer verdienen für 40 Stunden und mehr oft nur 1.600 bis 1.800 Euro brutto oder noch weniger. Dafür steht kein Opelaner zu Verfügung.

14.12.12 - Brief von Betriebsräten und Kollegen aus dem Bosch-Werk Stuttgart Feuerbach

Lieber Kollege Dirk Grützner,

auch bei uns im Bosch Werk Stuttgart-Feuerbach wird die geplante Schließung des Bochumer Opel-Werkes lebhaft diskutiert. In den Medien wurde von Tumulten auf eurer letzten Betriebsversammlung berichtet, aber es wurden (wohl aus gutem Grunde) keine Details genannt. Dass du von Security-Leuten des Vertreters des GM-Vorstandes tätlich angegriffen wurdest, ist ein unglaublich empörender Vorfall. Nur weil du als VKL-Vorsitzender ihn zur Rede stellen wolltest, als er sich auf der Betriebsversammlung vorzeitig vom Acker machen wollte. Soviel Arroganz und Gleichgültigkeit gegenüber den Existenzsorgen der Belegschaft ist kaum zu überbieten!

Ist das nicht ein passendes Bild dafür, dass sie jeder Belegschaft und jeder Gewerkschaft an den Hals wollen, die nicht bereit ist, die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze emotions- und kampflos hinzunehmen? Da bekommt man im wahrsten Sinne des Wortes selber einen dicken Hals.

Auch im Boschkonzern wird mit dem Totschlagargument "wirtschaftlicher
Sachzwänge" die wirtschaftliche Existenzgrundlage tausender Kollegen und Kolleginnen immer mehr ausgehöhlt: Personalabbau, wachsender Arbeitsdruck, Kurzarbeit. Es gibt auch Standorte, die wie ihr, von  Schließung bedroht sind. In diesen Zeiten stehen viele Belegschaften vor der Entscheidung, ob man das alles kampflos hinnehmen soll.

Wir wünschen dir und der Belegschaft für die kommenden Tage viel Kraft und Zuversicht. Hier würden es jedenfalls viele Kollegen und Kolleginnen für eine gute und ermutigende Nachricht halten, wenn ihr die "Brocken hinschmeißt" ... .

Mit solidarischen Grüßen
Mehrere Betriebsräte und Kollegen
i.V. Jörg Zimmermann
Betriebsrat FeP
Robert Bosch GmbH

14.12.12 - Solidaritätserklärung der VKL bei Bosch Rexroth Witten

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Opel in Bochum!

Seit Jahren müsst ihr euch eine Hiobs-Botschaft nach der anderen anhören. Gerade jetzt lässt GM mitteilen, dass euer Werk geschlossen werden soll. Kurz vor Weihnachten und in einer Situation, wo sich die Krise in vielen Betrieben (ThyssenKrupp, Ford, usw.) bemerkbar macht. Auch bei uns wird von Kurzarbeit und "Personalüberschüssen" gesprochen. Aber für die Krise können wir Arbeiter und Angestellten nichts, und es wird auch nicht die Lösung sein, alles auf uns abzuschieben, nur damit die Gewinne trotzdem stimmen. Es muss Perspektiven geben, die nicht auf Kosten der einfachen Menschen gehen. Das wird nicht von Wirtschaft und Politik kommen, das müssen wir erkämpfen! 2004 standen das Ruhrgebiet und viele andere hinter euch und das Werk wurde gerettet. Das wird auch wieder so sein und es geht diesmal nicht nur um euch, sondern auch um die Zukunft vieler anderer Belegschaften. Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft hat schon verloren!

Mit solidarischen Grüßen, eure Vertrauenskörperleitung bei BoschRexroth Witten

14.12.12 - Solidaritätserklärung von Kolleginnen und Kollegen, die am Prozess Jörn Kleffel gegen VW teilgenommen haben

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir, die Teilnehmer des Prozesses von Jörn Kleffel gegen VW, erklären uns solidarisch mit euch und eurem Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz im Opel-Werk Bochum.

In den Medien konnten wir von den Schließungsplänen des GM/Opel-Vorstands erfahren und wie feige und menschenverachtend sie euch bei der Belegschaftsversammlung mitgeteilt wurden. Wir protestieren ausdrücklich gegen den skandalösen Vorgang, Opel-Manager mit Security und Polizei vor den Arbeitern zu schützen und Gewalt gegen den Vertrauenskörper-Leiter anwenden zu lassen. Dieser hat völlig zu Recht und im Interesse der Kollegen den Opel-Manager Sedran aufgefordert, sich den Fragen und Standpunkten der Kollegen zu stellen.

Jörn, IGM-Vertrauensmann bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover, hat inzwischen drei Abmahnungen erhalten, weil er im Auftrag seiner Kollegen in einem Redebeitrag die krankmachenden Arbeitsbedingungen bei VW kritisiert hat.

Ob Abmahnungen oder Bedrohung durch Polizei, beides zielt darauf ab, Kollegen mundtot zu machen, die sich für die Interessen der Arbeiter und ihrer Familien und die Zukunft der Jugend einsetzen und zu verhindern, dass wir uns für diese Interessen auch das Recht nehmen, zu kämpfen.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Unsere STÄRKE liegt in der gegenseitigen Solidarität! VW hat heute beim Gütetermin alle Abmahnungen zurückgenommen. Wir wünschen euch viel Erfolg beim Kampf um den Erhalt des Werkes und der Arbeitsplätze und versprechen euch, die Sache hier bekannt zu machen und Solidarität und Unterstützung zu organisieren!

Herzliche Grüße aus Hannover!
Ilse-Marie Stratmann für den Solidaritätskreis gegen die Abmahnung

14.12.12 - Solidarität von "Reconstrucción Comunista" mit den kämpfenden Opel-Arbeiterinnen und -Arbeitern

Die spanische Organisation "Reconstrucción Comunista" erklärt ihre Solidarität mit den Opel-Arbeitern und ihrem Kampf gegen die Werksschließung in Bochum. Hier wird offensichtlich, dass mit Verzicht und Hoffnungen auf Verhandlungen nichts erreicht wird, schreiben sie. Die angekündigte Schließung des Bochumer Werks ist nicht nur ein nationales Thema für Deutschland, sondern hat internationale Bedeutung. Sie gratulieren den Bochumer Kollegen zu ihrem hohen Klassenbewusstsein und begrüßen es sehr, dass 200 Arbeiter am 11. Dezember die Arbeit niedergelegt und selbständig einen Streik organisiert haben. Sie grüßen die Kollegen und schicken ihnen beste Wünsche für die Planung eines unbefristeten Streiks.

14.12.12 - 82 Wolfsburger VW-Kollegen unterschrieben Erklärung der Solidarität mit den Opelanern und Opelanerinnen

Heute beim Verteilen der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" bei VW in Wolfsburg unterschrieben 82 Kollegen in Tunnel 17 vor dem Werkstor eine Solidaritätserklärung mit dem Kampf der Opelarbeiter in Bochum wie schon gestern 86 Kollegen in Braunschweig:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Opel Bochum! Wir Beschäftigte bei VW-Wolfsburg unterstützen Euren Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die angekündigte Schließung Eures Werkes! Automobilarbeiter müssen zusammenhalten! Unsere Unterschrift ist ein Zeichen der Solidarität!"

14.12.12 - Antenne Münster hat ein Interview mit den Frauen vom "Basta"-Komitee ausgestrahlt

Hier kann man es hören

14.12.12 - Solidarität von VW-Kollegen in Hannover

Liebe Opelaner,

wir 55 Kollegen der T5-Cockpit-Vormontage (Schicht 1) bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover wünschen euch alles Gute im Kampf für eure Arbeitsplätze. Wir werden euch dabei unterstützen. Die Werksschließung darf nicht so stehen bleiben. Wir Automobilarbeiter brauchen alle unsere Arbeitsplätze noch lange und müssen zusammenhalten.

Herzliche Grüße aus Hannover!

Im Auftrag
Jörn Kleffel
IGM-Vertrauensmann und Mitglied Bereichs-VKL Fahrzeugmontage

14.12.12 - Erklärung des Betriebsrats Druckzentrum Neckar-Alb, Reutlingen

An die Belegschaft Opel Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wünschen Euch für Euren Kampf um jeden Arbeitsplatz viel Mut, Ausdauer und vollen Erfolg!

In den sechs Tageszeitungen, die bei uns gedruckt werden, wurde der Stilllegungsbeschluss von GM als unumstößliche Tatsache dargestellt und von Gegenwehr so gut wie nichts gesagt. Jetzt, wenige Tage später, wird Stillschweigen gewahrt. Wir haben auf diese Berichterstattung zwar keinen direkten Einfluss, glauben aber, dass es nicht dabei bleiben wird. Euer Vorgehen wird national und international stark beachtet und ganz sicherlich breite Unterstützung finden!

Mit herzlichen Grüßen,
Betriebsrat DNA Reutlingen
i.A. Dieter Klauth

14.12.12 - Solidaritätserklärung der MLPD Dessau-Wolfen-Bitterfeld, überbracht durch Ina Korntreff, Stadträtin der MLPD in Bitterfeld-Wolfen

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum,

im Namen der MLPD Dessau-Wolfen-Bitterfeld möchte ich euch solidarische und kämpferische Grüße übermitteln. Wir haben von der Stilllegung eures Werkes gehört und sind empört über das Vorgehen von GM-Vorstand und Opel-Geschäftsleitung. Das Vorgehen vor allem bei der  Betriebsversammlung gegenüber dem Leiter des gewerkschaftlichen Vertrauenskörpers ist nicht hinnehmbar und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir werden hier über die Entwicklung bei euch und den Einsatz von Polizei und Security-Kräften informieren und beraten, wie wir die Solidarität organisieren.

Auch unsere Region ist durch Arbeitsplatzvernichtung vor allem in der Solarbranche, durch die Schlecker-Pleite und die Neckermann-Insolvenz stark gebeutelt. Wir reden hier von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen, die bereits vernichtet wurden bzw. bedroht sind. Ihr habt bereits viele Kampferfahrungen und wir wünschen euch, dass ihr diese wieder einsetzt und den 15.12. zu einem Tag der Solidarität des ganzen Ruhrgebietes macht.

Die Kumpel von Bischofferode haben den Spruch geprägt: Um uns selber müssen wir uns selber kümmern! In diesem Sinne wünschen wir euch vor allem Kraft und Durchhaltevermögen! Wir stehen fest auf eurer Seite und fordern den GM-Vorstand auf, die Schließungspläne zurückzunehmen!

Mit kämpferischen Grüßen
Ina Korntreff
Stadträtin der MLPD in Bitterfeld-Wolfen
Vorsitzende MLPD Dessau-Wolfen-Bitterfeld

14.12.12 - Solidaritätserklärung Frauenverband Courage, Ortsgruppe Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir Bochumer Couragefrauen solidarisieren uns mit Euch im Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die Werksschließung. Wir begrüßen Eure mutige Entscheidung, die Arbeit am 11.12. spontan niedergelegt zu haben. Am (nicht stattfindenden) Tag der offenen Tür am Samstag werden wir da sein, verlasst Euch drauf.

Lasst Euch nicht einschüchtern!

Solidarische Grüße
Courage Bochum
Kontaktadresse: Gisela Stein-Gallach, Paßweg 11, 44866 Bochum

14.12.12 - Rede von Monika Gärtner-Engel ("AUF Gelsenkirchen") in der 26. Ratssitzung in Gelsenkirchen

Folgende Rede hielt gestern, am 13.12.12, die Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel ("AUF Gelsenkirchen") zum Tagesordnungspunkt "Opel" auf der 26. Ratssitzung:

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren!

Ich begrüße es ausdrücklich, dass die SPD diesen TOP für heute beantragt hat – die Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Opel lässt hier keinen kalt und wird von den Ratsmitgliedern gemeinsam getragen. Nach der Ankündigung in der WAZ musste man allerdings leider tagelang warten, bis endlich heute als Tischvorlage ihr Resolutionsentwurf herauskam - und der enthält statt der Ermutigung an die Betroffenen zum Kampf um jeden Arbeitsplatz nur laue Appelle an die Fürsorgepflicht genau jenes Konzerns, der so menschenverachtend das Werk schließen will.

Das Revier und insbesondere seine Jugend kann keinen einzigen Arbeits- und Ausbildungsplatz mehr entbehren, kann nicht zulassen, dass seine industrielle Basis weiter erodiert – kurzum: kann keinen Arbeitsplatz mehr kampflos aufgeben! Ebenso wie die 150 Entlassungen bei TRW ist die Werksschließung in Bochum keinesfalls zu akzeptieren. Es darf kein zweites Nokia geben - und auch keine Geheimverhandlungen unter dem Stichwort "Plan B" womit die Schließung von Opel bereits hingenommen wird. Herr Schäfer von der FDP hat gerade Verhandlungen über die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze nach der Schließung gefordert. Damit akzeptiert er sie bereits! Das ist ja wohl das Letzte! Das hatten wir doch schon in Rheinhausen oder in Hattingen: rein gar nichts ist dabei herausgekommen außer dem Versuch, die Belegschaft vom Kampf abzuhalten.

Es sind empörende Vorgänge, mit welcher Kaltschnäuzigkeit der Opel-Vorstand der Belegschaft am Montag die Werksschließung 2016 verkündete. Fluchtartig verließen die Vorstandsmitglieder nach der rigorosen Verkündung der Werksschließung die Versammlung genauso panisch, wie sie jetzt die 50-Jahr Feier abgesagt haben. Sie gingen eiskalt über die Argumente und Meinungen, die Sorgen und Vorschläge der Belegschaft hinweg. Was bringt es für eine Verachtung zum Ausdruck, wenn die Kolleginnen und Kollegen wie Kriminelle behandelt werden, wenn betriebsfremde, teils zivilverkleidete Security-Kräfte – einer sogar im Thor Steinar-Outfit und mit Glatze - in der Betriebsversammlung anwesend sind, wenn sich im Foyer uniformierte Polizeikräfte befinden! Wenn gegen den Leiter des gewerkschaftlichen Vertrauenskörpers mit Gewalt vorgegangen wurde!

Der neue Einbruch in der Weltwirtschafts- und Finanzkrise ist in der Automobilbranche angekommen, wirkt auch bei Stahl und dort geplanten 'Sparmaßnahmen' und vorgesehenem Arbeitsplatzabbau und setzt in Europa 15 Automobilgewerbe auf die Abschussliste. All das wird früher oder später auch verheerende Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen haben.

Die unterschiedlichen Handlungsszenarien bei Opel 2004 und Nokia 2008 haben uns eindrücklich bewiesen, dass nicht Verzicht, nicht Hoffen und Klagen oder zahnlose Appelle an die Arbeitsplatzvernichter uns weiterbringen, sondern dass der Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz ganz entschieden geführt werden muss – in Verbindung mit neuen Initiativen der Produktion z.B. emissionsfreier Fahrzeuge. Die schon damals beabsichtigte Schließung des Werkes wurde 2004 durch den Opel-Streik verhindert. Bei Nokia wurden solche entschlossenen Kampfmaßnahmen abgelehnt, durch Bekundungen der Empörung, der Trauer und der Anklage ersetzt, im Tenor Ihrer Resolution verhandelt - mit dem bekannten Ergebnis, dass Opel Bochum immer noch steht und Nokia stillgelegt wurde. Alle Redner auf der Belegschaftsversammlung bei Opel am Montag haben sich eindeutig für Kampfmaßnahmen ausgesprochen und mehrere Hundert Belegschaftsmitglieder machten am Dienstag den Auftakt mit einer kämpferischen und selbstbewussten befristeten Arbeitsniederlegung und morgen bzw. in den nächsten Tagen wird das eine eindrückliche Fortsetzung erfahren.

Es ist jetzt an der Zeit, revierweit gemeinsam um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen. Deshalb ist es völlig richtig, mit der Demonstration am Samstag in Gelsenkirchen mit der IGM für die Arbeitsplätze bei TRW und Opel zu demonstrieren, wozu der OB berechtigt aufgerufen hat. Keinesfalls kann dies jedoch nur ein letzter Aufschrei sein, bevor man sich in das angeblich Unvermeidliche schickt. Vielmehr muss es der Auftakt zu entschiedenen Kämpfen, Streiks, Kundgebungen und gemeinsam verbundenen Aktivitäten im Revier sein. Dafür steht unser Resolutionsentwurf.

Dafür sollte sich der Rat der Stadt positionieren.

 

In diesem Sinne: Glück Auf!

(Der Antrag von Monika Gärtner-Engel ist hier im Wortlaut zu lesen, der Antrag von SPD, CDU und FDP ist hier zu lesen)