Opel Berichte

"Eine Belegschaft - ein Kampf - ein Stundenlohn für die Streikkasse der Bochumer Opelaner!"

"Eine Belegschaft - ein Kampf - ein Stundenlohn für die Streikkasse der Bochumer Opelaner!"
Mit diesem Plakat wurden die Opelaner zum Spenden mobilisiert (rf-foto)

Rüsselsheim (Korrespondenz), 24.05.13: Mit diesen Stelltafeln und Umhänge-Schildern führten wir am 22. Mai - bei kühlem, windigen und nassem Wetter - an zwei Toren vor der Normalschicht und vier Produktions-Toren zum Mittagsschichtwechsel einen Sammeleinsatz durch. Fast keiner wusste etwas von der Arbeitsniederlegung am 21. Mai in Bochum. Einzelne nahmen Kopien des "rf-news"-Artikels mit. Etliche hatten kein Geld dabei, nahmen den Flyer mit dem Soli-Konto mit und wollen was überweisen.

Die Frage der Richtungsentscheidung polarisierte; es gab einige Kollegen die meinten: "Sind doch selber schuld, wenn sie falsch abstimmen. Ist doch besser, wenigstens zwei Jahre länger Arbeit zu haben!" Einzelne lehnten schroff eine Spende ab. Viele waren desinteressiert oder wollten sich nicht äußern.

Es gab natürlich auch den Gegenpart. Ein Kollege - der schon vor dem Drehkreuz stand - hörte, dass es um den Streik der Bochumer geht und kam zurück: "Für die Bochumer gebe ich dir alles Geld, was ich dabei habe!" Er steckte 4,74 Euro in die Dose. Ebenso einige andere, die alles Geld aus den Taschen kramten. Sogar einzelne Kollegen, die eher resigniert meinten, jetzt sei "doch sowieso alles gelaufen", spendeten aus Anerkennung für den "Kampfgeist der Bochumer".

Insgesamt kamen so an sechs Toren, von über 80 Kolleginnen und Kollegen 146,35 Euro für die Streikkasse der Bochumer Opel-Kollegen zusammen. Besonders hoch fiel das Ergebnis mit 71,42 Euro am Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) aus. Wir werden das Geld sofort auf das Spendenkonto überweisen!