Politik

"Für die Sonne auf dem Dach und den Sozialismus als Ziel"

05.01.13 - Unter dieser Überschrift berichtet die "Sächsische Zeitung" vom 4. Januar über die Spende des Wilhelmshavener Metallarbeiters Conrad von Pentz und seiner Frau von 115.000 Euro an die MLPD. "115.000 Euro für Lenin und Marx" schreibt "welt kompakt" und über die "Dialektik des Gebens" berichtet die "Süddeutsche Zeitung" gleich auf Seite 1. Nur wenige der größeren Zeitungen ließen es sich nehmen, in Zusammenhang mit den Meldungen über rückläufige Großspenden der meisten bürgerlichen Parteien auf die Spende für die MLPD hinzuweisen. Dadurch rangiert die MLPD im letzten Jahr in der Großspenden-Statistik auf Platz 4, noch vor den Grünen und der Linkspartei, die keine Großspenden erhielten.

Die anderen Parteien erhielten ihre Großspenden im Unterschied zur MLPD in erster Linie von Konzernen und Lobby-Instituten. Deren Rückgang liegt vor allem an der Weltwirtschafts- und Finanzkrise, aber auch daran, dass diese Art von Einflussnahme politisch zunehmend anrüchig wird. Aus den Zeitungsberichten spricht dagegen vor allem Respekt und Anerkennung für die Selbstlosigkeit des MLPD-Spenders. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt über Conrad von Pentz:

"Er hat jahrelang gearbeitet, als Werkzeugmacher, er ist verheiratet mit einer Lehrerin, er besitzt ein Reihenhaus in Wilhelmshaven, er hat drei Kinder, die ihr eigenes Geld verdienen. "Warum braucht man da noch ein großes Erbe?", fragt er. Ja, warum eigentlich? Es gibt zweifellos viele Menschen, die auf so eine Frage diverse Antworten wüssten, aber Conrad von Pentz wusste keine. Also spendete er sein Erbe: 115.000 Euro, so viel hatte ihm das Haus seines Vaters gebracht." (Hier der ganze Artikel)

Gegenüber "rf-news" sagt Conrad von Pentz, was er auf die häufig gestellte Frage, warum er das Geld nicht lieber seinen Kindern gibt, geantwortet hat: "Dass es für die Zukunft meiner Kinder und der Jugend insgesamt vor allem darauf ankommt, die Welt so zu verändern, dass sie für alle lebenswert wird. Mir geht es nicht um Vorteile für mich oder meine Familie, sondern um die Verantwortung für die ganze Gesellschaft."

Die zahlreichen meist respektvollen Presseberichte und Interviews erklärt er sich so: "Zuerst hat ja die Nachrichtenagentur 'dpa' darüber berichtet. Die ist wie auch verschiedene Zeitungen vor allem über den auffälligen Widerspruch gestolpert, dass die bürgerlichen Parteien von ihren Finanziers weniger oder gar keine Großspenden bekommen haben, wogegen die Spenden an die MLPD regelrecht hervorsticht. Im Gespräch mit den Journalisten spürte man deutliche Sympathie gegenüber meinen Motiven - gerade angesichts der Raffgier eines Herrn Wulff oder Steinbrück."

Umso mehr war es Conrad von Pentz ein Anliegen, mit seiner Spende ein Zeichen gegen den Bankenboykott gegenüber der MLPD zu setzen: "Wir wollten mit dieser Spende den finanziellen Spielraum der MLPD erweitern, trotz des Bankenboykotts die geplante Photovoltaikanlage in Gelsenkirchen-Horst zu errichten. Es ist ein Unding, dass eine solche umwelttechnisch absolut sinnvolle Maßnahme verhindert werden soll, nur weil die dafür vorgesehenen Subventionen und Kredite von den Marxisten-Leninisten beantragt werden."

In der "Süddeutschen Zeitung" wird dazu auch ein Gespräch mit Peter Weispfenning vom Zentralkomitee der MLPD wieder gegeben: "Nun wollen die Marxisten die Sparkasse verklagen - und an diesem Plan, sagt Weispfenning, ändere auch die Spende aus Wilhelmshaven nichts. Man wolle sich in der täglichen Arbeit nicht auf Großspenden verlassen. 'Unsere Politik finanzieren wir im Alltag aber immer noch aus Mitgliedsbeiträgen und aus Spenden ...', sagt Weispfenning. So muss es sein, findet er - staatliche Parteienfinanzierung lehne die MLPD ab: 'Wer keine Spenden findet, macht auch keine gute Politik.'"

Die Berichte sind zugleich ein Hinweis auf wachsendes Interesse der Medienbeschäftigten an der MLPD, auch gegenüber ihren revolutionären Standpunkten. So heißt es in der "Sächsischen Zeitung": "Von Pentz vertritt die Auffassung, dass die augenblickliche Entwicklung in der Umwelt die menschliche Existenz in Gefahr bringt. 'Das Problem kann nur gelöst werden durch grundsätzliche Veränderungen im gesellschaftlichen Maßstab.'" (mehr dazu) Wenn einige Zeitungen gleichzeitig den Verfassungsschutz-Begriff von der "linksextremen" MLPD benützen, zeigt das in erster Linie, dass für dessen Urheber im Geheimdienst schon solch selbstloses Handeln als "extrem" gilt.

Wir können allen Lesern, die durch die Berichte über die Großspende auf die MLPD aufmerksam geworden sind, nur empfehlen, sich von ihr selbst ein authentisches Bild zu machen - über ihre Veröffentlichungen wie die Wochenzeitung "Rote Fahne", die Internet-Seiten www.rf-news.de sowie www.mlpd.de und vor allem über den persönlichen Kontakt (hier die Kontaktadressen). Selbstverständlich freut sich die MLPD über viele weitere kleine und große Spenden für die Alternative des echten Sozialismus!