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Ford Genk: Polizei räumt Torblockade

Köln (Korrespondenz), 15.01.13: Bei Ford in Genk können trotz der erpresserischen Abstimmung vom 7. Januar, bei der 54 Prozent der Belegschaft für eine 40-tägige Produktionswiederaufnahme stimmten (siehe "rf-news"-Bericht), immer noch keine Fahrzeuge ausgeliefert werden. Bis Montag, 14. Januar, wurde – vor allem durch Arbeiter von vier benachbarten Zulieferbetrieben – eine Blockade der Werkszufahrt aufrecht erhalten.

Im Laufe des Tages wurde die Blockade durch den Einsatz von 30 Polizisten geräumt. Allerdings gab es in den vier Zulieferfirmen laut Pressemeldungen "nur unzureichend Arbeitswillige, um die Produktion zu starten" ("flanderinfo.be", 14.1.13).

Das führt auch im Ford-Werk selbst dazu, dass die Belegschaft zwar anwesend ist, aufgrund fehlender Zulieferteile aber kaum produzieren kann. Deshalb musste erneut Kurzarbeit angesetzt werden (in Belgien nennt sich das "technische Arbeitslosigkeit"). Die Ford-Beschäftigten erhalten weiterhin Arbeitslosengeld und keinen Lohn.