International

Massive Behinderung von Journalisten in Mali

18.01.13 - Die internationale Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) fordert freien Zugang für Journalisten zu den Kampfgebieten im Norden Malis. Seit dem Beginn der französischen Militärintervention in dem westafrikanischen Staat hindern die Behörden Frankreichs und Malis einheimische und ausländische Journalisten daran, sich den Kampfhandlungen auf weniger als 100 Kilometer zu nähern. "Journalisten und ihre Redaktionen müssen selbst entscheiden können, welche Risiken sie in Kriegssituationen eingehen wollen", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Mehrere mit den französischen Truppen reisende Journalisten mussten am Dienstag auf halber Strecke aus der Hauptstadt Bamako in Ségou zurückbleiben, obwohl sie zuvor die Erlaubnis erhalten hatten, einen Konvoi mit Panzerfahrzeugen bis an die Grenze des umkämpften Gebiets zu begleiten.

Offensichtlich soll verschleiert werden, welche Ziele der jetzt begonnene große Truppenaufmarsch von Soldaten aus Ländern der EU und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas wirklich verfolgt.