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Unbefristeter Streik bei PSA in Aulnay bei Paris

Unbefristeter Streik bei PSA in Aulnay bei Paris
23. Januar: Internationaler Aktionstag der GM-Belegschaften

18.01.13 - Am Mittwoch, 16. Januar, haben die Kollegen bei PSA in Aulnay bei Paris den unbefristeten Streik gegen die für 2014 geplante Schließung ihres Werks aufgenommen. Sie haben das Werk besetzt und blockieren die Tore. Die Produktion steht vollständig. PSA hat eine strategische Allianz mit GM/Opel. Deshalb steht der Kampf von vornherein in enger Verbindung zum Kampf gegen die geplante Werksschließung bei Opel in Bochum. Mehrfach schon besuchten sich die Kollegen gegenseitig bei Demonstrationen und Aktionstagen.

Der zweite große französische Autokonzern Renault hat ebenfalls die Vernichtung jedes zehnten Arbeitsplatzes in seinen französischen Werken angekündigt. In diesem Zusammenhang sollen die Kollegen künftig gezwungen werden, jeweils in dem Werk zu arbeiten, in dem der Konzern die Produktion auslasten will. Wie sollen die Arbeiter und ihre Familien einen solchen Versetzungsterror durchstehen? Wer soll sich in dieser Zeit um die Kinder kümmern? In dieser Situation kann der Streik der Arbeiter von PSA in Aulnay auch für die Arbeiter in den Renault-Werken ein ermutigendes Signal sein ("rf-news" wird weiter berichten). 

Bei GM in Sao Jose dos Campos (Brasilien) fand heute ebenfalls eine Streikversammlung vor den Toren gegen die seit Monaten geplante Entlassung von 1.800 Kollegen statt. Die Kollegen bitten um Solidaritätsbotschaften. Sie nutzen die Aktionen zur Mobilisierung für den geplanten Aktionstag bei GM am kommenden Mittwoch (siehe unten), der auf Initiative von Kräften im Zusammenhang mit dem Internationalen Automobilarbeiterratschlag entstand.

Bei Ford in Genk blockieren Arbeiter trotz des brutalen Polizeieinsatzes weiterhin die Tore, die Arbeiter der Zulieferindustrie setzen ihren Streik fort. Jetzt verschärfen Ford und der belgische Staat die Repressalien, drohen den Arbeitern mit Kriminalisierung und hohen Strafen. Die Solidarität in Belgien und darüber hinaus wächst. Bereits im letzten Jahr hatten Kollegen von Ford in Köln und Genk sich gegenseitig besucht und den Kontakt hergestellt. 

Am kommenden Dienstag findet bei Opel in Bochum um 14.00 Uhr die nächste "Informationsveranstaltung" des Betriebsrats statt, diesmal mit Delegationen aus den anderen deutschen Opel-Werken. Nach dem selbständigen Warnstreik vom 12. Dezember beraten die Bochumer intensiv, wie gegen die angekündigte Schließung des Werkes und um jeden Arbeitsplatz gekämpft werden muss. Einig sind sie sich in großer Mehrheit, dass die Lohnerhöhung von 4,3 Prozent aus der letzten Tarifrunde sofort und bedingungslos ausgezahlt werden muss!

Am Mittwoch, dem 23. Januar 2013, findet auf Initiative kämpferischer Gewerkschafter von GM aus Brasilien, Kolumbien, Spanien und Deutschland, die auch aktiv am Internationalen Automobilarbeiterratschlag teilgenommen haben, ein internationaler Aktionstag statt (siehe "rf-news" vom 14.1.13) – ein solcher Schritt zur internationalen Koordinierung der Kämpfe gegen die Pläne von GM ist genau richtig!

Immer mehr Konzernbelegschaften nehmen heute den Kampf gegen geplante Entlassungen, Werksschließungen und Arbeitshetze angesichts der immer heftigeren Absatzeinbrüche - vor allem auf dem europäischen Automarkt - auf. Im Zuge der sich verschärfenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise sind dies wichtige Impulse und Schritte in der Arbeiterbewegung. Die MLPD fördert den Kampf für Arbeiterinteressen und die internationale Koordinierung und Revolutionierung der Kämpfe.

(Mehr Infos auf der Homepage des Internationalen Automobilarbeiterratschlags)