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"Wer einen von uns angreift – greift uns alle an! Stoppt PortPackage III schon im Ansatz!"

14.01.13 - So ist eine Solidaritätserklärung der Koordinierungsgruppe Hamburg des internationalen Hafenarbeitererfahrungsaustauschs an die RPS-Belegschaft in Rotterdam überschrieben. Weiter heißt es darin:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen von RPS,

... Mit der Entlassung von 53 Kolleginnen und Kollegen bei RPS wollen die Hafen- und Transportkonzerne ein Exempel an den Hafenarbeitern nicht nur in Rotterdam ausführen. Angeblich sind ihre Tariflöhne zu hoch!

Das ist pure Augenwischerei – es geht um nichts anderes als die Hafenarbeiter wieder in Rechtlosigkeit, Willkür und Niedrigstlöhne zu drücken. PortPackage III aus dem Haus der EU-Kommissare dient der Verschärfung der Ausbeutung der Hafenarbeiter und dabei sollen auch gleich ihre Gewerkschaften als Kampforganisationen liquidiert werden.

Es ist gut, dass bereits am 28.12.12 200 Kollegen in Rotterdam mit ihrer Demonstration über die Erasmusbrücke zum Luxor-Theater am Hafentag dem RPS und den anderen Hafenbossen gezeigt haben, dass ihre Umschlagszahlen nicht von selbst, sondern durch die harte Arbeit von Hafenarbeitern in modernsten Terminals erreicht wurden. Auch die Kurzstreiks mit verlängerten Pausen in den Umschlagsbetrieben waren ein wichtiges Signal. Mutig und richtig war die Besetzung der Straßenkreuzung vor dem ECT-Terminal am Montag den 7.1.13! Das ist die Sprache, die diese Herren verstehen!

Erst wurden die Hafenarbeiter in Griechenland, dann in Portugal angegriffen und nun kommen die Häfen in der Nordseeküste dran? Setzen wir dagegen die internationale Arbeitereinheit. ...

In diesem Sinne wünschen wir euch Erfolg, Mut und Zuversicht und werden im Rahmen unserer Möglichkeiten diesen Kampf unterstützen und breiter bekannt machen." (hier der vollständige Text)