Umwelt

Widerstand gegen geplanten Uranabbau im Norden Malis

16.01.13 - Im "Thema des Tages" von "rf-news" wurde gestern berichtet, dass einer von mehreren Gründen des imperialistischen Militäreinsatzes in Mali "große, bisher unerschlossene Uranerzvorkommen" im Norden des Landes in der Region um die Gemeinde Falea sind. Auf der Website "www.falea21.org" wird über folgende Hintergründe berichtet:

"Der französische Atomkonzern Cogema (heute AREVA) entdeckte in FALEA vor Jahren Uranium-, Kupfer- und Bauxitvorkommen. Im Jahre 2007 schloss die Firma Delta exploration, heute Rockgate Capital Corp mit der Regierung Malis einen Vertrag über den Abbau dieser Rohstoffe ab. Die Vertragklauseln wurden stillschweigend vereinbart. Auf der Internetseite von Rockgate ist zu lesen, dass ein Gebiet von 150 km2 an die Kapitalgesellschaft Rockgate abgetreten wurde, aber der Ältestenrat, der seit 1995 institutionalisierte Gemeinderat und die Bevölkerung FALEAS wurden hingegen weder offiziell informiert noch gefragt." (mehr dazu)

Dagegen hat sich in der Region eine wachsende Widerstandsbewegung organisiert, die auch mit der Umweltbewegung in anderen Ländern zusammen arbeitet. Dazu heißt es auf der Website unter anderem:

"Die Konferenz 'Uran, Gesundheit und Umwelt' in Bamako vom 16. - 18. März 2012 hatte die Besonderheit, dass sie von einer Bürgerinitiative einer kleinen Gemeinde, Falea in Mali, in Zusammenarbeit mit IPPNW - Internationale Ärzte zur Verhinderung des Atomkriegs -, dem Uranium network und der Afrikanischen Uran-Allianz AUA organisiert wurde. Das Internationale Konferenzzentrum war während drei Tagen Treffpunkt von NuklearexpertInnen, MedizinerInnen, AktivistInnen, Neugierigen der Zivilgesellschaft und einer großen Delegation von EinwohnerInnen der Gemeinde Falea, die sich gegen das Projekt der ersten Uranmine in Mali wehrt." (mehr dazu)