International

Weltweite Proteste nach der Ermordung der kurdischen Freiheitskämpferinnen

Weltweite Proteste nach der Ermordung der kurdischen Freiheitskämpferinnen
Protestaktion in München

11.01.13 - In einer Pressemitteilung von "CENÎ - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V." wird zu den drei Morden ausgeführt (siehe auch "rf-news"-Meldung):

"Es war ein geplanter Mord. Sakine Cansız und Fidan Doğan wurden mit Kopfschüssen, Leyla Söylemez mit Schüssen in den Kopf und den Bauch gezielt ermordet. Der oder die Täter benutzten Waffen mit Schalldämpfern.

Wir verurteilen den Mord an dem PKK-Gründungsmitglied Sakine Cansız, der Vertreterin des Kurdischen Nationalkongresses KNK in Paris, Fidan Doğan, und der jungen Kurdin Leyla Söylemez auf das Schärfste. ...

Sakine, Fidan und Leyla leben in unserem Kampf für Freiheit und Frauenbefreiung weiter!"

Aus Paris berichtet eine Korrespondentin: "Gestern fanden sich zahlreiche Menschen aller Nationalitäten beim kurdischen Zentrum in Paris ein, um wegen der brutalen Morde zu trauern und dagegen zu protestieren. Für Samstag ist eine Solidaritätsdemonstration geplant. Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts Genaues bekannt, aber es waren professionelle Killer am Werk und die Tat sieht wie eine Hinrichtung aus."

In Frankreich gab es weitere Demonstrationen in Marseille und Bourdeaux. Weltweit fanden Protestaktionen unter anderem in Kanada, Australien und Deutschland sowie in der Türkei selbst statt. Die größte Trauer- und Protestaktion war dort im kurdischen Diyarbakir, wo Zehntausende teilnahmen. Von der Aktion in München berichtet ein Korrespondent:

"Viele der kurdischen Freundinnen und Freunde waren noch immer fassungslos: Wie konnte es passieren, dass ihre drei Mitkämpferinnen, die ihnen zum Teil auch persönlich bekannt gewesen sind, so kaltblütig ermordet worden sind? Kein Schritt der Kurdinnen bleibt normalerweise dem französischen Staatsschutz verborgen, so ein Anwesender. Nach der Aktion stiegen die meisten in ihre Autos und fuhren in Fahrgemeinschaften nach Paris, wo morgen sicher eine der größten Demonstrationen stattfinden wird."

Zu der Demonstration am Samstag, 12. Januar, wird europaweit von sämtlichen kurdischen Organisationen aufgerufen. Sie beginnt um 12 Uhr vor dem Pariser Bahnhof Gare de l'est. Kurdische Vereinen haben von mehreren deutschen Städten aus Busse organisiert.