Betrieb und Gewerkschaft

Mahnwache bei TRW: "Wichtig ist nun, mit den anderen Belegschaften zusammen zu arbeiten"

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 12.01.13: Bereits am 4. Januar fand von 13 Uhr bis 15 Uhr die erste Mahnwache bei TRW im neuen Jahr statt. 40 bis 50 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich. Der Betriebsratsvorsitzende verkündete, dass TRW weiter eisenhart an der Vernichtung von 150 Arbeitsplätzen festhält. Er lobte die kämpferische Demonstration im Dezember letzten Jahres, wo an die 600 Kolleginnen und Kollegen, Familie, Freunde und Unterstützer teilnahmen. "Das war ein wichtiges Zeichen an die Öffentlichkeit", so der Betriebsratsvorsitzende.

Es gehe nun weiter mit einer Belegschaftsversammlung am 21. Januar. Dorthin sollen Vertreter anderer Belegschaften aus der Region eingeladen werden. Unter anderem der Betriebsratsvorsitzende von Opel Bochum, Rainer Einenkel. "Wichtig ist nun, mit den anderen Belegschaften zusammen zu arbeiten. Es geht nicht nur um TRW oder Opel - das geht alle etwas an", hieß es weiter. Geplant sei auch ein Rock-Solidaritätsfest am 26. Januar mit kleiner Kundgebung. 

Ein Kollege von Opel Bochum war auch da, um die Solidarität zu überbringen, und er brachte sich aktiv in Diskussion mit ein. Er sagte: "In der Belegschaft findet eine intensive Auseinandersetzung um einen neuen Kampf statt. Einen Tag nach dem Schließungsbeschluss legten wir erst mal mit einem zweistündigen Warnstreik die Produktion lahm. Um eine überlegene Kampfkraft herzustellen, brauchen wir den engen Schulterschluss unter uns Arbeitern und einen gemeinsamen Kampf!" Er lud ein zum Solidaritätsfest der Opelaner, welches Anfang des Jahres stattfinden soll, und schlug vor, die gegenseitige Solidarität und Unterstützung zu stärken.