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Südafrika: Polizei tötet zwei streikende Landarbeiter

09.01.13 - Die Polizei in Südafrika hat am 8. Januar Gummigeschosse gegen streikende Landarbeiter in der Weinregion De Doorns, 100 Kilometer östlich von Cape Town, eingesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

Die Arbeiter antworteten mit Steinwürfen und errichteten Barrikaden aus brennenden Autoreifen. Mindestens zwei Arbeiter wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet, so "Reuters"-Reporter, die vorort sind. Der Streik war im Dezember ausgesetzt worden, und begann gestern erneut. Farmhäuser gingen in Flammen auf. Die Landarbeiter bekommen nur einen Tageslohn von 69 Rand (6,15 Euro), und kämpfen für eine Erhöhung auf 150 Rand (13,37 Euro).

In der Mine Harmony Gold Kusasalethu, 65 Kilometer westlich von Johannesburg, sind die Arbeiter nach einem Streik vor Weihnachten seit rund fünf Tagen ausgesperrt. Auch ihre Hostels und Waschräume sind geschlossen. Tausende Minenarbeiter kehrten nach den Feiertagen mit ihrem letzten Geld aus Mozambique, Lesotho, Swaziland und Eastern Cape zurück zu den Minen. Jetzt sind sie ohne Wasser, Essen und Bett. Die chronisch Kranken bekommen ihre HIV-Medikamente seit Tagen nicht, die sonst oft Teil der Entlohnung sind.