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Fidan Doğan, Leyla Söylemez und Sakine Cansız in ihren Heimatorten beigesetzt

23.01.13 - Nach einer Trauerfeier am 17. Januar in Amed (türkisch: Diyarbakir) für die am 9. Januar in Paris ermordeten kurdischen Freiheitskämpferinnen, an der Hunderttausende teilnahmen, fanden am 18. Januar die Beisetzungen in den Heimatorten Elbistan, Dersim und Mersin in Begleitung von zehntausenden Menschen statt.

Provokativ erklärte nun der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Sahin, "in den kommenden Tagen könne es zu ähnlichen Vorfällen auch in Deutschland kommen". Yek-kom, die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland erklärt dazu: "Die Äußerungen ... sind als offene Drohung gegen kurdische ExilpolitikerInnen zu verstehen .... Die türkische Regierung … will die Bundesregierung zu weitergehender Repression und Kriminalisierung gegen die kurdische Bewegung nötigen." 

Während die deutsche Regierung mit ihren Forderungen nach demokratischen Rechten und Freiheiten gegen­über der Türkei nur ihren Mythos des demokratischen Deutschlands pflegt, hält sie gleichzeitig seit 1994 am Verbot der PKK in Deutschland und der Unterdrückung kurdischer und revolutionärer Menschen und Organisationen fest. Für die MLPD ist es selbstverständlich, den Kampf des kurdi­schen Volkes für soziale und nationale Befreiung zu unterstützen. Das schließt die Forderungen nach der Aufhebung des PKK-Verbots in Deutschland und sofortiger Freilassung von  Abdullah Öcalan mit ein.